Mit etwa 37.000 Studierenden ist die Westfälische Wilhelms-Universität
(WWU) Münster eine der größten Hochschulen in Deutschland. Ihr
umfangreiches Lehrangebot und vielfältiges Forschungsprofil sowie die
Atmosphäre und Lebensqualität der Stadt Münster machen sie zu einem
Anziehungspunkt für Studierende und Wissenschaftler aus dem In- und
Ausland. Über 100 Studiengänge
Das Lehrangebot der WWU Münster umfasst über 100 Studiengänge aus
Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, Medizin und
Naturwissenschaften. Große renommierte Fachbereiche wie Jura,
Wirtschaftswissenschaften, Philologie oder Medizin locken jährlich
mehrere tausend Studierende nach Münster.
Die WWU Münster ist aber auch
für ihre vielen kleinen Fächer bekannt, die man nur an wenigen
Hochschulen studieren kann, zum Beispiel Islamwissenschaft,
Geoinformatik oder Landschaftsökologie. Anders als moderne
Campus-Hochschulen ist die WWU Münster nicht aus einem Guss entstanden,
sondern in gut zwei Jahrhunderten historisch gewachsen. Die Institute
und Seminare verteilen sich auf mehr als 200 Gebäude in der Stadt.
Hohes Forschungsniveau
Daneben bietet die Universität ein ebenso vielseitiges
Forschungsprofil. In der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder
ist sie mit dem Cluster "Religion und Politik" im Kreise der
Spitzenunis Deutschlands vertreten. Historiker, Theologen, Juristen,
Sozial- und Literaturwissenschaftler untersuchen hier interdisziplinär
das Verhältnis von Religion und Politik von der vorchristlichen Antike
bis zur Gegenwart. Hohe wissenschaftliche Reputation genießt auch die
klinische Grundlagenforschung, in der Mediziner und
Naturwissenschaftler chronischen Entzündungskrankheiten und
Herz-Kreislauf-Leiden auf den Grund gehen. Weitere zentrale
Forschungsgebiete sind Organische Chemie, bio-medizinische
Zellforschung, Oberflächenanalytik, Planetologie, Nano-Analyse,
Reproduktionsmedizin oder Niederlande-Studien. Internationale
Ausrichtung
Die wissenschaftlichen Kontakte der münsterschen Wissenschaftler
reichen in alle Kontinente. Offizielle Partnerschaften und
Kooperationsabkommen verbinden die WWU Münster mit mehr als 400
Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen in aller Welt.
Rund 3.500
ausländische Studierende aus über 100 Ländern sind derzeit an der WWU
Münster eingeschrieben. Unter den Klassikern ein Youngster
Gemessen an anderen klassischen Hochschulen in Deutschland ist die WWU
Münster vergleichsweise jung. Im Jahr 1780 legte der Domherr und
Generalvikar Franz Wilhelm Freiherr von Fürstenberg aufgrund von
päpstlichen und kaiserlichen Gründungsprivilegien ihren Grundstein. Der
Anschluss des katholischen Westfalen an das protestantische Preußen
führte dazu, dass die Hochschule 1818 zur Philosophisch-Theologischen
Akademie degradiert wurde.
Erst 1902 erhielt sie erneut die
Hochschulrechte. In der folgenden Zeit stieg die Zahl der Studierenden
rasch, bis Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg den
Universitätsbetrieb lahm legten. 1945 waren Stadt und Universität fast
völlig zerstört. Doch schon bald nach Kriegsende wurden Lehre und
Forschung wieder aufgenommen. Die Universität wuchs kontinuierlich.
Anfang der 80er Jahre wurde die Pädagogische Hochschule integriert und
die Universität erreichte ihre heutige Größe.
Foto: Universität Münster