Nach Umwandlung in eine Stiftungsuniversität im Jahr 2003 und
vollzogener Fusion mit der
Fachhochschule Nordostniedersachsen im Jahr 2005 befindet sich die
Leuphana Universität Lüneburg seit Mai 2006 in einem Prozess einer
grundlegenden inhaltlich-fachlichen, strukturellen
wie auch organisatorischen Neuausrichtung. Ausgangspunkt ist das Ziel,
den im Kern fruchtbaren Reformprozess von Bologna, der zur Entwicklung
eines einheitlichen europäischen Hochschulraums beitragen sollte, noch
einmal neu zu denken und vorhandene
Defizite durch einen weiterentwickelten Ansatz zu beheben. Im
Mittelpunkt steht dabei der
Gedanke einer umfassenden, humanistischen, nachhaltigen und
handlungsorientierten
Bildungsidee, die Ausrichtung der Universität auf Möglichkeiten
lebenslangen Lernens und
die Orientierung der Wissenschaftsorganisation an den Zielgruppen einer
Universität.
Im Zuge der Neuausrichtung realisiert die Leuphana ein für Deutschland
neues
Universitätsmodell als Alleinstellungsmerkmal der Universität. Bis zum
Frühjahr 2009 werden an der Universität neu eingerichtet
- ein College für das Erststudium, an dem im Rahmen eines
fachübergreifend einheitlichen, interdisziplinär organisierten
Studienmodells der neue „Leuphana Bachelor“ studiert werden kann
(Start: Oktober 2007),
- eine Graduate School, die zu den Forschungsschwerpunkten ausgewählte
Master und Promotionsprogramme anbietet und dabei Master- und
Promotionsstudium als zweite und dritte akademische Bildungsstufe
miteinander verzahnt (Start: Oktober 2008),
- und eine Professional School, die unter ihrem Dach Weiterbildung und
Wissenstransfer sowie Gründung und damit optimale Voraussetzungen für
lebenslanges Lernen ermöglicht (Start: bis April 2009).
Eine Fokussierung der Forschungsaktivitäten auf vier
„Wissenschaftsinitiativen“ soll die
Leuphana Universität Lüneburg so profilieren, dass sie im Wettbewerb
mit den großen
Universitäten auch als kleine bzw. mittlere Universität in den von ihr
bearbeiteten Feldern
Exzellenz und gesellschaftliche Relevanz entwickeln kann. Bis 2012
werden dazu
voraussichtlich über 40 Professuren (ca. 1/3 der derzeitigen Gesamtzahl
der Professuren)
neu besetzt in den interdisziplinär ausgerichteten Gebieten
- Bildungsforschung/Lehrerbildung,
- Management und unternehmerisches Handeln,
- Kulturforschung,
- Nachhaltigkeitsforschung.