RWTH Aachen
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Staatsekretär Dr. Michael Stückradt empfing jetzt fünf Studierende aus den Palästinensischen Gebieten, die derzeit an Hochschulen in NRW forschen. Die Nachwuchsforscher, deren Deutschlandaufenthalt durch ein Stipendienprogramm gefördert wird, stellten in diesem Rahmen ihre wissenschaftlichen Projekte vor. Zwei der Stipendiaten arbeiten am Lehrstuhl für Ingenieurgeologie und Hydrogeologie der RWTH Aachen und waren gemeinsam mit Univ.-Prof. Thomas R. Rüde, Leiter des Lehr- und Forschungsgebietes Hydrogeologie, in Düsseldorf zu Gast.
Yousrea Ramadan ist bereits zum zweiten Mal an der Aachener Hochschule. Für ihre Masterarbeit an der Universität Birzeit bei Ramallah führt sie hydrogeologische Untersuchungen durch. Ihr Landsmann, der Bauingenieur und Masterstudent Nidal Abu-Rajab arbeitet bis Ende September 2009 in der Forschungsgruppe um Professor Rüde mit. An der Fakultät für Bauingenieurwesen der Palestine Polytechnic University (PPU) in Hebron leitet er das Labor für Geoinformationssysteme und Fernerkundung und wird das Aachener Team deshalb besonders auf diesem Gebiet verstärken. Der Lehrstuhl für Ingenieurgeologie und Hydrogeologie der RWTH pflegt seit Jahren enge Kontakte zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Nahen Osten. Über das Stipendiatenprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes waren bereits Doktoranden aus dem Gazastreifen am Lehrstuhl von Univ.-Prof. Rafig Azzam zu Gast. Auch die Zusammenarbeit mit den beiden diesjährigen Stipendiaten soll nach ihrer Abreise fortgesetzt werden.
Das Stipendienprogramm des Landes NRW für Studierende aus den Palästinensischen Gebieten wurde nach einer Reise von Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers in die Region im Jahr 2007 ins Leben gerufen. Es bietet den Studierenden während eines bis zu dreimonatigen Aufenthalts Gelegenheit, die Forschungslandschaft und das Hochschulwesen des Bundeslandes näher kennen zu lernen. Auf diesem Weg sollen neue wissenschaftliche Kooperationen initiiert und bestehende Kontakte zwischen den Hochschulen gestärkt werden.
Pressemitteilung der RWTH Aachen