Technische Universität Dortmund: Eine gesunde vollwertige Ernährung stellt die Basis für eine hohe
körperliche und geistige Leistungsfähigkeit dar. Dies gilt insbesondere für
Kinder in der Entwicklungsphase. Gerade in den offenen Ganztagsschulen (OGS) und
hier vor allem in den Grundschulen ist es umso wichtiger, eine diesen Ansprüchen
in hohem Maß entsprechende Ernährung der Kinder sicher zu stellen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachs Hauswirtschaftswissenschaft an der TU
Dortmund haben eine Fortbildungsmaßnahme entwickelt und umgesetzt, die die
Standards zur Ernährungsqualität und zum qualitätsgesicherten Hygienemanagement
vermittelt. Die Träger der Dortmunder OGS wie z. B. die „dobeq“ (Dortmunder
Beschäftigungs-, Qualifizierungs- und Ausbildungsgesellschaft mbH) wollen hierzu
beitragen – vor allem durch Schulung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
„Die Qualität sicherstellen heißt, die Mitarbeiter in den Standards zur
Ernährungsqualität und zum qualitätsgesicherten Hygienemanagement zu schulen“,
sagt hierzu Ute Labs, Koordinatorin für die OGS in der dobeq. Die ersten fünf
Grundschulen haben jetzt die Maßnahme erfolgreich durchlaufen und erhielten am
Dienstag, dem 31. März, die entsprechende
Zertifizierung.
Um die hohen Anforderungen zu erreichen,
nahmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zunächst an drei halbtägigen
Fortbildungsveranstaltungen teil. Anhand von Checklisten trainierten sie, die
Qualität der Speisen und die Hygiene eigenständig in Theorie und Praxis zu
beurteilen. Schulung und Überprüfung der ausgearbeiteten Checklisten erfolgte
durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachs Hauswirtschaftswissenschaft an
der TU Dortmund, die dabei auf die Einhaltung der wissenschaftlich begründeten
Kriterien achteten. Die Standards wurden in Anlehnung an die Qualitätskriterien
der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) von Dr. Nora Bönnhoff und Maria
Hemker entwickelt, die auch die Schulungen durchführten. „Die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer zeigten ausgesprochen großes Interesse und nahmen, obwohl die
Fortbildungsveranstaltung in ihrer Freizeit stattfand, regelmäßig an der
Fortbildung teil.“ Insgesamt meldeten sich 20 Schulen für den ersten
Zertifizierungskurs an. Die ersten fünf Schulen (Brechtener GS, Hohwart GS,
Overberg GS, Stift GS, Vincke GS)
durchliefen jetzt erfolgreich das Zertifizierungsverfahren und erhalten
die Urkunden. Die weiteren Schulen folgen im Laufe des
Frühjahrs.
Durch das Zertifikat wird ausgewiesen, dass
die Eltern auf eine gute und hygienisch einwandfreie Ernährung ihrer Kinder in
der OGS vertrauen können. Zugleich wird auch das Ansehen der Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen im Hauswirtschaftsbereich der OGS bestärkt. Die Fortbildungsseminare und die
Zertifizierung wurden auch durch das Familienprojekt der Stadt Dortmund
finanziell unterstützt. Damit trägt das Familienprojekt zum weiteren Ausbau und
zur Qualitätsverbesserung der OGS in Dortmund
bei.
Pressemitteilung der Technische Universität Dortmund