Zehn Jahre Zentrum für Umweltbewusstes Bauen

Universität Kassel: Das Zentrum für Umweltbewusstes Bauen e.V. ( ZUB ) in Kassel wurde vor zehn Jahren als universitätsnahes Bindeglied zwischen angewandter Forschung, Handwerk, Industrie, Architekten und Ingenieuren gegründet. Es hat mittlerweile rund 40 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von 1,5 Millionen Euro (2008). Das ZUB entwickelte auch in der Region Kassel Energie- und Sanierungskonzepte und betreute Bauvorhaben, etwa für das Kasseler Rathaus, die Museumslandschaft Hessen Kassel, die Firma SMA sowie öffentliche Schwimmbäder und Schulen.

Das ZUB, das Fraunhofer-Institut für Bauphysik, Abteilung Energiesysteme sowie die drei Fachgebiete Bauphysik, Experimentelles Bauen und Technische Gebäudeausrüstung der Universität Kassel bilden einen Forschungsschwerpunkt für umweltbewusstes Bauen in Kassel. Gemeinsam mit diesen und anderen Einrichtungen arbeitet das ZUB in einem jetzt für seine Nachhaltigkeit ausgezeichneten Gebäude in der Gottschalkstraße 28 A. Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen

Das Unternehmensgebäude, im Jahr 2000 von eigenen Fachleuten mit geplant und umgesetzt, wurde jetzt für seine Nachhaltigkeit prämiert: Gemeinsam mit dem Neubau des Fachbereich Bauingenieurwesen und Geodäsie der TU Darmstadt erhielt es als erstes Gebäude in Hessen das "Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen" (DGNB) in Silber. In einem wissenschaftlich fundierten und planungsbasierten Verfahren bewertet das DGNB den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes in sechs Bereichen, darunter die ökologische, aber auch die ökonomische und soziokulturelle Nachhaltigkeit. Der Preis wurde am 12. Januar 2009 auf der Messe "Bau 2009" in München durch Bundesminister Wolfgang Tiefensee erstmals vergeben und im Rahmen des Neujahrsempfangs am 6. Februar im ZUB enthüllt. Unter dem Titel "Zehn Jahre ZUB in der Region", stellt sich dort das ZUB vor und beleuchtet Projekte der vergangenen Jahre und Visionen für die nahe Zukunft. Erfolgreich entwickelt - auch als regionaler Partner Mit der Gründung des ZUB im Jahr 1999 wurde in Kassel eine Institution geschaffen, die sich als Bindeglied zwischen Bauindustrie, Fachhandwerk, Planung und Forschung am Markt etabliert hat.

Dabei hat es sich in den Jahren stetig weiterentwickelt und inhaltlich wie personell vergrößert, bis auf den derzeitigen Höchststand von rund 40 Mitarbeitern. Das Bauvorhaben wurde in Teilen durch zwei Hessische Ministerien und verschiedene Privatunternehmen gefördert, das Unternehmen arbeitet ohne Förderung. Im abgelaufenen Jahr 2008 belief sich der Umsatz auf rund 1,5 Millionen Euro, ebenfalls in stetiger Steigerung seit 1999 und mit der Aussicht auf Zuwächse im Jahr. 2009 Das ZUB hat intensiv an der Entwicklung der heute gängigen Energieausweise mitgearbeitet und das Kasseler Rathaus, als erstes Rathaus in Deutschland, mit einem Energiepass ausgestattet.

Für die Museumslandschaft Hessen Kassel wie auch für öffentliche Schwimmbäder und Schulen wurden und werden Energie- und Sanierungskonzepte entwickelt und Bauvorhaben betreut. Das ZUB ist unmittelbar beteiligt am Siedlungskonzept der "Ökologischen Siedlung Oberzwehren". Für die "CO2-neutrale Gigawattfabrik" des Solarunternehmens SMA wirkte das ZUB bei der energetischen Gebäudeplanung mit. Nahe und mittelfristige Ziele sind der Ausbau des Bereiches Nachhaltiges Bauen - etwa über die Schulung künftiger Auditoren für die Vergabe von Zertifikaten -, eine engere Zusammenarbeit mit den regionalen Kommunen bei Klimaschutzkonzepten und die Intensivierung von Weiterbildung und Beratung, auch in internationalem Rahmen. Klimaschutz, Energie-Effizienz und Nachhaltigkeit Zu den Themenschwerpunkten Klimaschutz, Energie-Effizienz und Nachhaltigkeit bietet das ZUB ein breit gefächertes Angebot von Dienstleistungen, Aus- und Weiterbildungsmodulen und Softwarelösungen an und ermöglicht mit eigenen Laboreinrichtungen die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben.

Das Angebot an Dienstleistungen umfasst die Beratung und Betreuung von Bauvorhaben von der Konzeptionierung bis hin zur Bauausführung und Gebäude-Nutzung im Fokus der Energie-Effizienz und Nachhaltigkeit. Für die Bereiche Wärme-, Feuchte- und Schallschutz, Luftdichtheit, Beleuchtung, führt das Unternehmen Messungen, Gutachten und Materialprüfungen durch. Darüber hinaus ist das ZUB berechtigt zur Ausstellung von Energieausweisen gemäß EnEV und nutzt und vertreibt dazu eine eigene Software-Entwicklung. Neben dieser hat die Software-Abteilung weitere bauspezifische Programme entwickelt, etwa zur Berechnung von Wärmebrücken, zur Quantifizierung von Bauteilen und einige mehr.

Mit einem umfangreichen Seminarangebot widmet sich das Zentrum für Umweltbewusstes Bauen der Verbreitung von Klimaschutz-Inhalten, vermittelt Grundlagen und aktuelle Erkenntnisse aus universitärer Forschung, erläutert Baurichtlinien und Gesetze oder informiert über Förderprogramme im Bausektor.

Pressemitteilung der Universität Kassel



© www.hochschulnachrichten.com    c.kexel

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