Woran scheitern deutsche Bundeskanzler?

Universität Augsburg : Über die Gründe für die offenkundige Regierungsstabilität in der Bundesrepublik lägen zahlreiche Studien vor, aber die Frage, woran deutsche Bundeskanzler scheitern, sei bislang weitaus weniger diskutiert worden, meint Prof. Dr. Dr. h. c. Hans-Peter Schwarz. Auf Einladung des Augsburger Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte wird Schwarz, emeritierter Bonner Ordinarius für Politologie und einer der prominentesten Analysten der Bundesrepublik, dieser Frage am kommenden Donnerstag, dem 19. November, in einem Vortrag im Rokokosaal der Regierung von Schwaben (Fronhof 10, 86152 Augsburg) systematisch nachgehen. Vortragsbeginn ist um 19.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

"Die Stabilität deutscher Bundesregierungen", schreibt Hans-Peter Schwarz zum Thema seines Vortrags, "ist bereits ein Fall für das Guinness-Buch der Rekorde: Seit 1949 amtierten nur ganze acht Bundeskanzler. Dazu haben die Kanzlerartikel des Grundgesetzes ebensoviel beigetragen wie das Parteiensystem und die Diszipliniertheit der Fraktionen. Aber auch die scheinbar so fest verankerten deutschen Bundeskanzler haben keine Ewigkeitsgarantie. Selbst die längste Kanzlerschaft kommt irgendwann einmal zu ihrem Ende, und aus Sicht der jeweiligen Kanzler ist dieses Ende stets unerwünscht gewesen. Kein Bundeskanzler hat bisher sein Amt freiwillig aufgegeben. Von den gestürzten Größen wird das Scheitern stets als Tragödie empfunden, selbst wenn sie unnatürlich lange regiert haben."

Nicht nur dem Politologen und Zeithistoriker, meint Schwarz, sondern allen politisch Interessierten eröffne eine Analyse dieses Scheiterns interessante Einblicke in die Mechanismen des deutschen Regierungssystems. Über die Gründe für die in der Bundesrepublik so offenkundige Regierungsstabilität lägen zwar zahlreiche Studien vor, aber die Frage" Woran scheitern deutsche Bundeskanzler?" sei bisher weitaus weniger gestellt oder gar beantwortet worden.

Nach seinem Vortrag, zu dem als Gastgeber Schwabens Regierungspräsident Karl-Michael Scheufele begrüßen wird, wird Schwarz seine Analyse mit dem Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen, Dr. Markus Günther, und dem Publikum diskutieren. Moderiert wird der Abend vom Veranstalter, dem Inhaber des Augsburger Lehrstuhls für Neuere und neueste Geschichte, Prof. Dr. Andreas Wirsching.

Pressemitteilung der Universität Augsburg



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