Wissenschaftsrat empfiehlt 43 Mio.-Förderung für Nano- + Energietechnik = NETZ

Universität Duisburg-Essen : Jetzt ist es amtlich: Das geplante NanoEnergieTechnikZentrum an der Universität Duisburg-Essen (UDE) wird kommen. Nachdem bereits der Wissenschaftsrats in seiner diesjährigen Begutachtungsrunde NETZ zur Förderung empfohlen hatte, schloss sich heute (08.06.) die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) diesem Votum an, so dass demnächst rund 43,3 Millionen Euro an die Universität Duisburg-Essen fließen werden.

Die Fördergelder kommen zu gleichen Teilen vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen. Bis 2012 entsteht somit am Duisburger Campus der UDE ein Forschungszentrum, das die Nanowissenschaften mit der Energietechnik kombiniert.


Die Verbindung beruht auf einem fundamentalen Zusammenhang: Energieumsetzung findet an Grenz- und Oberflächen und damit auf der Nanometerskala statt. Durch eine gezielte Strukturierung dieses Bereichs lassen sich multifunktionale Materialien für die Energieerzeugung und -speicherung herstellen. Einsatzmöglichkeiten sind unter anderem die Herstellung von Brennstoff- und Solarzellen, die solare Wasserstoffgewinnung, Lithium-Ionen-Batterien sowie Leichtbau, Isolation und Gewichtsersparnis.

36 Labore und ein Mikroskopiezentrum

Noch bleibt die wirtschaftliche Verwertung der Nanotechnologie weit hinter den Erwartungen zurück. Grund dafür ist eine eklatante Technologielücke: Weder die Herstellung von Nanomaterialien in größeren Mengen noch die notwendigen Verarbeitungsprozesse bis hin zum Endprodukt sind bisher genügend erforscht. NETZ wird deshalb als anwendungsnahes Forschungsprojekt aufgebaut mit einem maßgeschneiderten Forschungsgebäude.

Ziel ist es, Materialien aber auch Verfahren zu entwickeln, die nanotechnologische Lösungen in energietechnischen Anwendungen ermöglichen. So wird die unter dem Center for NanoIntegration CeNIDE bereits vorangetriebene Integration querschnittsbezogener Aufgabenfelder der Nanotechnologie schwerpunktmäßig auf das Anwendungsfeld "Energie" ausgerichtet.

Das Gebäude ist für 120 Mitarbeiter aus der Chemie, Ingenieurwissenschaften und Physik sowie kooperierender Einrichtungen ausgelegt und wird über eine Hauptnutzfläche von ca. 3.900 m2 verfügen mit insgesamt 66 Büros, 36 Laboren und einem Mikroskopiezentrum. Der Baubeginn ist für das kommende Frühjahr vorgesehen.

Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen 



© www.hochschulnachrichten.com   Montag, 8. Juni 2009 15:33 c.kexel

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