Wissenschaftsminister Heubisch rechnet mit baldigem Ankauf der Sammlung Salzmann

Universität Augsburg: Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sieht den Ankauf der "Bibliothek der verbrannten Bücher" des Sammlers Georg P. Salzmann für die Universitätsbibliothek Augsburg auf gutem Weg. "Aus unserer Sicht", so Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch, "steht einem zügigen Abschluss der Verhandlungen nichts im Wege." Er freue sich, dass die Vorteile, die das Augsburger Konzept mit Blick auf eine optimale Konservierung, Erschließung und insbesondere Nutzung für die politisch-historische Bildungsarbeit habe, letztlich nun doch überzeugt hätten, kommentiert der Direktor der Universitätsbibliothek Augsburg, Dr. Ulrich Hohoff, den nach langwierigen Verhandlungen nun zugunsten des Standorts Augsburg erzielten Durchbruch.

In seiner gestrigen Stellungnahme betonte Heubisch, dass die Sammlung Salzmann als repräsentativer Überblick über die in der NS-Zeit geächtete deutschsprachige Belletristik ein bedeutendes Zeitzeugnis sei. "Mir liegt daher viel daran, sie insbesondere für die Bildungsarbeit mit jungen Menschen mit Leben zu erfüllen und für Wissenschaft wie Öffentlichkeit in Bayern zu erhalten und zugänglich zu machen. Die Universitätsbibliothek Augsburg bietet dafür optimale Bedingungen", so der Minister. Aus politischer Verantwortung habe sich auch der bayerische Landtag immer für eine solche Lösung eingesetzt.

In der Universitätsbibliothek Augsburg kann die Sammlung umgehend bearbeitet, zügig aufgestellt und allen Interessierten zugänglich gemacht werden, wobei für die Betreuung und Beratung der Besucherinnen und Besucher kompetente Mitarbeiter zur Verfügung stehen werden. Neben dem Einsatz der Sammlung in Forschung und Lehre hat die Universität Augsburg ein breitgefächertes Vermittlungsangebot entwickelt. In Kooperation mit Schulen und interessierten Bildungseinrichtungen - zum Beispiel mit dem Jüdischen Kulturmuseum Augsburg - sind unter anderem wechselnde Ausstellungen, Bibliotheksführungen und Lesungen sowie ein Internetauftritt geplant. Auch die wissenschaftlich-bibliothekarische Aufarbeitung und die konservatorische Pflege des wertvollen Bestandes ist durch die Einbindung in die Universitätsbibliothek gewährleistet.

"Dies sind sehr gute Bedingungen, wie sie andere Standorte, die für die 'Bibliothek der verbrannten Bücher' im Gespräch waren, so umfassend nicht bieten können", so Hohoff. Erst kürzlich sei dies auch nochmals bei den Diskussionen im Münchner Stadtrat deutlich geworden, der einen Ankauf der Sammlung durch die Stadt München nicht zuletzt mit dem Verweis auf die objektiv besseren Voraussetzungen und Perspektiven der Augsburger Option abgelehnt hat.

Die Ernsthaftigkeit ihres Interesses haben die Universität und die Universitätsbibliothek Augsburg nicht zuletzt durch die Bereitschaft unterstrichen, einen erheblichen Teil der Kaufsumme selbst aufzubringen. Weitere Mittel werden vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, von der Stadt Augsburg, der Landeszentrale für politische Bildung sowie von privaten Spendern beigesteuert. "Dass vor rund vier Wochen auch die Bayerische Landesstiftung 60.000 Euro zur Finanzierung der Augsburger Lösung zugesagt hat, sehen wir", so Hohoff, "als zusätzliche Bestätigung unseres Konzepts."

Pressemitteilung der Universität Augsburg



© www.hochschulnachrichten.com    c.kexel

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