RWTH Aachen
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Für seine innovativen Forschungsarbeiten zur Entwicklung nachhaltiger chemischer Prozesse wird Professor Dr. Walter Leitner, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Technische Chemie und Makromolekulare Chemie der RWTH Aachen, am 31. August in Frankfurt am Main mit dem Wöhler-Preis für Ressourcenschonende Prozesse ausgezeichnet. Professor Leitner ist externes wissenschaftliches Mitglied des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung in Mülheim und Wissenschaftlicher Direktor des gemeinsam von der RWTH und der Bayer AG gegründeten „CAT – Catalytic Center“.
Im Zentrum seiner Arbeiten steht die Katalyseforschung von den molekularen Grundlagen bis zu reaktionstechnischen Ansätzen. Leitner erforscht neue Katalysatoren und katalytisch aktive Materialien und versucht, neue Methoden der Stoffumwandlung zu etablieren. Auf der Suche nach neuartigen Lösungsmitteln für katalytische Prozesse befasst er sich mit dem vielfältigen Potenzial von überkritischem Kohlendioxid als „Green Solvent“. Ziel dieser Forschung ist es, chemische Prozesse sicherer, sauberer, und energieeffizienter – und damit auch wirtschaftlich erfolgreicher - zu gestalten.
Leitner, 1963 in Pfarrkirchen geboren, studierte Chemie bis zur Promotion an der Universität Regensburg, an die er nach einem einjährigen Postdoc-Aufenthalt an der Universität Oxford als Liebig-Stipendiat zurückkehrte. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter wechselte er 1991 an die neu gegründete Arbeitsgruppe „CO2-Chemie“ der Max-Planck-Gesellschaft an der Universität Jena, wo er sich 1995 habilitierte. Nach knapp sieben Jahren in leitenden Positionen am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr nahm er den Ruf auf den Lehrstuhl für Technische Chemie und Petrolchemie an die RWTH Aachen an. Neben Tätigkeiten im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Katalyse und der Fachgruppe Nachhaltige Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) nimmt er eine Reihe weiterer ehrenamtlicher Funktionen wahr, die alle dem Ziel dienen, die Prinzipien der „Green Chemistry“ weiterzuentwickeln. So ist er wissenschaftlicher Herausgeber der Zeitschrift „Green Chemistry“ der Royal Society of Chemistry.
Der mit 7.500 Euro dotierte Wöhler-Preis für Ressourcenschonende Prozesse wurde seit 1998 fünfmal vergeben. Die Ehrung wird im Rahmen des Wissenschaftsforums Chemie, der bedeutendsten deutschen Chemiker-Tagung, am 31. August von der GDCh vorgenommen.
Pressemitteilung der RWTH Aachen