Untersuchung zum wirtschaftlichen Know-how von Zahnärzten

Fachhochschule Wiesbaden: Ihr aktuelles Einkommen macht die Hälfte aller Zahnärzte nicht besonders glücklich. Das ergab jetzt eine empirische Studie der Fachhochschule Wiesbaden im Auftrag der Mainzer Unternehmensberatung Fischer & Westerfeld.

Demnach sind nur 7% von 153 Zahnärzten in unterschiedlichen Bundesländern mit ihrem Verdienst „sehr zufrieden“. Gut ein Drittel (39%) befürchtet eine Verschlechterung der Einkommenssituation. Dass fast alle Zahnärzte (96%) betriebswirtschaftliche Zusammenhänge als „sehr wichtig“ und „wichtig“ ansehen, weist auf deren Bedeutung für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg von Zahnarztpraxen hin: vor dem aktuellen Hintergrund einer Vielzahl von wirtschaftlichen Zwängen, die in den letzten Jahren dazu beigetragen haben, dass sich die Ergebnissituation der Praxen häufig erheblich verschlechtert hat. Demgegenüber zeigt die Studie der Wiesbadener Hochschule jedoch, dass erfolgreiche Steuerungsinstrumente mehrheitlich unbekannt sind. Beispielsweise nutzen 60 % der befragten Zahnärzte nicht die Möglichkeiten eines regelmäßigen Soll-/Ist-Vergleichs zur Praxissteuerung, was für eine „zukunftsweisende Planung des Praxiserfolgs als betriebswirtschaftliches Instrument allerdings unerlässlich ist“, wie die Leiterin der Studie, Prof. Dr. Bettina Fischer vom Wiesbadener Fachbereich Wirtschaft, erläutert.

Mehrheitlich vertrauen die Zahnärzte einer Zusammenarbeit mit einem Steuerberater (72%), während immerhin 38% hauptsächlich „auf ihr Gefühl vertrauen“. Lediglich eine Minderheit, nämlich 7%, hat den Wert einer umfassenden betriebwirtschaftlichen Steuerung durch eine Unternehmensberatung für sich erkannt und auch umgesetzt. Darüber hinaus sind rund zwei Drittel der Zahnärzte bereit, für eine professionelle Beratung Geld auszugeben. Unter den mit dem Erfolg ihrer Praxis zufriedenen Zahnärzten würden sogar 82% die Leistung einer externen Beratung in Anspruch nehmen bzw. sie weiterhin nutzen.

Fazit der Studie:

„Angesichts schnell wandelnder Umfeldbedingungen und der betriebswirtschaftlichen Steuerung ab dem Jahr 2010 als fester Bestandteil eines gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätsmanagements, können Zahnärzte nicht daran vorbeikommen, sich mit dieser Materie auseinanderzusetzen“, so Prof. Dr. Bettina Fischer. Wie die Studie zeigt, ist den befragten Zahnärzten die Notwendigkeit hierzu sehr wohl bewusst. Allerdings sprechen mangelnde eigene betriebswirtschaftliche Kenntnisse sowie Zeitmangel – auf zwei Behandlungsstunden kommt eine Stunde Verwaltungsarbeit – oftmals dagegen, eine fundierte Praxissteuerung eigenständig aufzubauen und zu implementieren.

Pressemitteilung der Fachhochschule Wiesbaden



© www.hochschulnachrichten.com    c.kexel

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