Universitätsbibliothek Weimar erhält Förderzusage von der DFG

Bauhaus-Universität Weimar: Am Dienstag, dem 17. März 2009, hat die Weimarer Universitätsbibliothek die Förderzusage der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für Digitalisierung ihres Altbestands erhalten. Damit ist der Weg dafür frei, dass sich die Universitätsbibliothek mit einem eigenen Beitrag an den Digitalisierungsaktivitäten der deutschen Bibliotheken beteiligt. Im Zentrum stehen dabei die Bestände der Weimarer Bibliothek, die den Vorgängereinrichtungen der heutigen Bauhaus-Universität Weimar zugeordnet werden können.

Dr. Frank Simon-Ritz, der Direktor der Weimarer Universitätsbibliothek, sieht in dieser Bewilligung zugleich eine Anerkennung für die in den letzten Jahren auf diesem Gebiet geleistete Vorarbeit: „Ich bin stolz auf mein Team, das sich unter vielfältigen Gesichtspunkten mit der Altbestandsdigitalisierung beschäftigt und damit die Voraussetzungen geschaffen hat, dass wir dieses Projekt jetzt erfolgreich realisieren können.“

Gegründet wurde die Weimarer Hochschule 1860 als Großherzoglich Sächsische Kunstschule, die 1910 aus Anlass ihres 50-jährigen Bestehens in Großherzoglich Sächsische Hochschule für bildende Kunst umbenannt wurde. Neben der Kunsthochschule waren es vor allem die Kunstgewerbeschule unter Henry van de Velde und das Staatliche Bauhaus unter Walter Gropius, denen die weltweite Bekanntheit der Weimarer Bildungsstätten zu verdanken ist. Auf die Literaturbestände dieser Bildungseinrichtungen konzentriert sich das Digitalisierungsprojekt der heutigen Universitätsbibliothek. Den umfangreichsten Literaturbestand hat die Kunsthochschule hinterlassen. Hier kann man von etwa 1.000 Bänden ausgehen. Auf die anderen Bildungseinrichtungen bis 1930 entfallen weitere ca. 700 Bände. Dieser Gesamtbestand von ca. 1.700 Bänden soll in den folgenden zwei Jahren digitalisiert werden. Die Digitalisierung dient dabei zum einen der langfristigen Erhaltung des Bücher- und Zeitschriftenbestands. Zum anderen sollen die Digitalisate in den Fällen, in denen es urheberrechtlich problemlos möglich ist, allgemein zugänglich ins Internet gestellt werden.

Die Vorarbeiten in der Weimarer Universitätsbibliothek sind dabei schon weit gediehen. Über die Besitzstempel, mit denen die Vorgängereinrichtungen die von ihnen erworbenen Bücher und Zeitschriften gekennzeichnet haben, war eine eindeutige Zuordnung der Altbestände zu den einzelnen Einrichtungen möglich. Diese Erschließung der Provenienzen wurde von der Bibliothek in den vergangenen Jahren bereits geleistet. Auf dieser Grundlage wird im Mai 2009 ein Buch erscheinen, das sich mit der Bauhaus-Bibliothek beschäftigen wird (Michael Siebenbrodt/Frank Simon-Ritz (Hrsg.), Die Bauhaus-Bibliothek in Weimar, Weimar: Verlag der Bauhaus-Universität, 2009).

Die Förderung durch die DFG umfasst zum einen die Kosten für die Digitalisierung des Bücher- und Zeitschriftenbestands durch einen externen Dienstleister. Insgesamt dürfte es dabei um ca. 340.000 Seiten gehen. Daneben wird die DFG zwei halbe Stellen zur Projektbegleitung in der Universitätsbibliothek finanzieren. Außerdem wird die DFG finanzielle Mittel für zwei Publikationen, die das Projekt begleiten und dokumentieren, zur Verfügung stellen. Die Projektlaufzeit wird zwei Jahre betragen.

Pressemitteilung der Bauhaus-Universität Weimar



© www.hochschulnachrichten.com    c.kexel

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