Ungewöhnliche Ausstellung im Botanischen Garten

Universität Ulm: „Die Asthetik des Unsichtbaren – Pflanzenoberflächen unter dem Elektronenmikroskop“ ist die ungewöhnliche Ausstellung überschrieben, die der Botanische Garten der Universität Ulm vom 31. Januar bis zum 14. März präsentieren wird (Gewächshaus-Foyer Hans-Krebs-Weg). Mit mehr als 30 großformatigen Pflanzenfotografien, entstanden unter einem Rasterelektronenmikroskop, dokumentiert der Würzburger Fotograf Stefan Diller die Schönheit pflanzlicher Ultrastrukturen und verbindet dabei die technische Perfektion wissenschaftlicher Elektronenmikroskopie mit dem künstlerisch-ästhetischen Anspruch seines Metiers.

Hundertfach bis mehr als zehntausendfach vergrößert zeigen die Aufnahmen Haare, Blattflächen, Blüten oder Pollen verschiedener Kräuter von Absinth bis zur Zitronenmelisse, enthüllen oft bizarre Strukturen, die für das menschliche Auge in ihrer normalen Größe nicht wahrnehmbar sind. Ergänzt werden die faszinierenden Aufnahmen von fachkundigen Angaben zur natürlichen Herkunft der Pflanzen, ihrer kulturgeschichtlichen Bedeutung und ihrem Nutzen. Nicht ohne Grund fand die Ausstellung in den vergangenen Jahren in verschiedenen Botanischen Gärten und Museen Deutschlands und Österreichs lebhaftes Interesse.

Darüber hinaus will sie speziell in Ulm die Technik der Rasterelektronenmikroskopie (REM) anschaulich vermitteln und eine Brücke zur Forschung schlagen. REM-Aufnahmen von aktuellen Forschungsarbeiten aus Zoologie und Botanik sowie der Zentralen Einrichtung Elektronenmikroskopie sollen zugleich die Bedeutung dieser Technologie unterstreichen, insbesondere für die Lebens- und Materialwissenschaften. Schließlich genießt die Elektronenmikroskopie an der Universität Ulm schon seit deren Gründung einen hohen Stellenwert. Professor Albrecht Kleinschmidt, 1970 nach Ulm berufen und im August 2000 verstorben, gelang damit erstmals die Darstellung eines natürlichen DNA-Makromoleküls. Zahllose Wissenschaftler aus aller Welt kamen daraufhin in den Folgejahren an die Ulmer Uni, um sich in Kursen sein Verfahren anzueignen. 

Die Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag jeweils 9 bis 15 Uhr, sonntags 14 bis 16 Uhr.

Pressemitteilung der Universität Ulm



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