Seit 1995 verleiht die Freie Universität Berlin den Margherita-von-Brentano-Preis an Menschen, die sich in besonderem Maße in der Frauenförderung und Geschlechterforschung verdient gemacht haben. In diesem Jahr geht der Preis an die UN-Frauenrechtlerin Hanna Beate Schöpp-Schilling für ihr außerordentliches Engagement als Sachverständige im Ausschuss der Vereinten Nationen gegen die Diskriminierung von Frauen. In ihrer Funktion hat sich Schöpp-Schilling besonders durch aktive Mitarbeit auf internationalen Konferenzen und durch wissenschaftliche Veröffentlichungen gegen die Diskriminierung von Frauen eingesetzt.
Von 1989 bis 2008 war Schöpp-Schilling Mitglied des „Vertragsausschusses der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeglicher Form von Diskriminierung der Frau“ und hat wesentlich zur weltweiten Verbreitung der Konvention des Ausschusses und zur Kontrolle von deren Einhaltung durch UN-Mitgliedsstaaten beigetragen. Hanna Beate Schöpp-Schilling studierte und promovierte an der Freien Universität Berlin in den Fächern Amerikanistik/Anglistik und Germanistik. Später war sie als Assistentin und Assistenzprofessorin für amerikanische Literatur und Kultur im Einsatz. Sie leitete von 1987 bis 1992 die Abteilung Frauenpolitik des Bundesministeriums für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit und sich in dieser Position auch für Gleichstellung in der deutschen Gesellschaft eingesetzt.
Der Margherita-von-Brentano-Preis ist mit 11.000 Euro dotiert und wird am 28. Januar 2009 im Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin verliehen. Bundesministerin a.D. Professor Rita Süssmuth und der Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte, Professor Heiner Bielefeldt, werden die Laudatio halten.
(kg)