Trauer um Prof. Dr. Doris Janshen

Universität Duisburg-Essen: Die Universität Duisburg-Essen trauert um die Direktorin des Essener Kollegs für Geschlechterforschung, Prof. Dr. Doris Janshen, die jetzt im Alter von 64 Jahren verstorben ist.

Dekan Prof. Gerhard Bäcker: "Mit Doris Janshen verliert der Fachbereich Gesellschaftswissenschaften eine kreative und äußerst produktive Wissenschaftlerin, die eine starke Anziehungskraft auf Studierende ausübte und eine hochinteressante, kämpferische Persönlichkeit, wie sie in der heutigen Forschungslandschaft nur noch selten anzutreffen ist." Gleichstellungsbeauftragte Ingrid Fitzek: "Auch mit Blick auf gendergerechte Hochschulstrukturen verdankt die UDE Doris Janshen sehr viel."

Seit 1989 lehrte und forschte Doris Janshen an der Universität in Essen. Schwerpunkte ihrer Forschung waren vor allem die Soziologie der Mensch-Tier-Kommunikation, Zivilisationskritik aus frauenpolitischer Perspektive sowie die Militärsoziologie. Doris Janshen studierte zunächst in Freiburg und Berlin Geisteswissenschaften und absolvierte anschließend ein Zweitstudium in Soziologie und Religionsphilosophie, das sie mit einer Promotion in Soziologie abschloss. Neben ihrer wissenschaftlichen Karriere an der TU Berlin war sie auch als Journalistin beim Sender Freies Berlin beschäftigt. Inhaltliche Schwerpunkte ihrer Arbeit bildeten schon damals die Bereiche Wissenschafts- und Technologiepolitik sowie Frauenforschung. Seit 1998 war sie Direktorin des Essener Kollegs für Geschlechterforschung, das sie maßgeblich mit aufgebaut hat. Die besondere Leistung von Doris Janshen lag darin, dass sie disziplinübergreifende Projekte mit der Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie der Medizin und auch der Kunst initiiert und durchgeführt hat. Übergreifende Fragestellungen waren stets die Geschlechterfrage, die Differenz der Geschlechter bzw. der Einfluss des Geschlechts im jeweiligen Kontext.

Im Mai 2006 etablierte Doris Janshen zudem das Maria Sibylla Merian-Postdoc-Programm, das Wissenschaftlerinnen der UDE auf internationale Karrierewege vorbereitet. Ein zentrales Ziel ist dabei, inter- und transdisziplinäre Forschung als Innovationsmotor sichtbar zu machen.

Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen



© www.hochschulnachrichten.com    c.kexel

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