Textilstudenten helfen Leben retten

Hochschule Niederrhein: Beim Projekttag in Mönchengladbach wurden 20 neue und zukunftsweisende Ideen vorgestellt!

Aus dem Dachstuhl des Hauses steigt dichter, dunkler Rauch, das Treppenhaus ist voller Qualm. Entschlossen streift sich der Feuerwehrmann die Atemschutzmaske über und stürmt die Treppe empor. Jetzt muss jeder Griff blind sitzen. Dabei hilft ihm demnächst vielleicht eine Haltevorrichtung (Holster) für Taschenlampe, Schneidwerkzeug und andere Rettungsutensilien, die von zehn Studierenden der Hochschule Niederrhein als Marktneuheit entwickelt worden ist. Auftraggeber war die Freiwillige Feuerwehr Duisburg-Rumeln-Kaldenhausen, unterstützt wurde das Team „HSNRescue“ von der Berufsfeuerwehr Mönchengladbach. Da die bisherigen Holsterformen den Ansprüchen von Feuerwehrmännern im Einsatz nicht genügen, hat ein Hersteller bereits Interesse an der Idee der Studierenden und ihrem Produkt bekundet.

Bei der Präsentation dieser Tage im Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik war das feuerfeste, Platz sparende und nicht behindernde Brustholster nur eine von insgesamt 20 Innovationen, die 200 Studierende aller Studiengänge in einjährigen Projekten erarbeiteten. Bei zwei Dritteln waren die Aufgaben von Unternehmen gestellt worden, so etwa feuerfeste Unterwäsche von einem Rennbekleidungshersteller und eine Dessouskollektion in Schwarz-weiß, Rot, Lachs und Hellgrau für „die junge Frau ab 50“ von einem Wäscheproduzenten. Viel Aufsehen fand eine Kollektion von Ledertaschen und -koffern, die auf der Schuhmesse in Moskau „Mosshoes“ in diesem Jahr gezeigt werden sollen. Eine andere Studentengruppe entwickelte leuchtende Bodenbeläge und Wohntextilien, eine weitere beschäftigte die Frage, wie Technik in die Bekleidung für alte Menschen integriert werden kann.

Eine Firma aus Bangladesh, in der es bekanntlich viel Jute und Leder gibt, gab bei den Studierenden eine Kissenkollektion aus diesen Materialien für den skandinavischen Markt in Auftrag, ein Strumpfhersteller ließ ein Leitsystem entwickeln, das die Kunden im Laden zu seinen 30 verschiedenen Sportsocken führt. Und wenn Taxifahrer demnächst ihre Fahrgäste in Uniform und fließendem Englisch begrüßen, ist das auch dem Einfallsreichtum der jungen Mönchengladbacher Ideenentwickler zu verdanken.

Pressemitteilung der Hochschule Niederrhein



© www.hochschulnachrichten.com    c.kexel

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