Die Finanzkrise hält die Welt weiter in Atem und liefert reichlich Material für die akademische Erforschung ihrer Ursachen und Folgen. Ulrich Pape und Matthias Schlecker von der European School of Management in Berlin haben nun die Ergebnisse ihrer Studie zur Bedeutung von sogenannten Credit Spreads veröffentlicht. Darin kommen sie zu der Erkenntnis, dass Credit Spreads von Unternehmensanleihen im Verlauf der Subprime-Krise auch einen Anstieg verzeichneten. Zur gleichen Zeit haben sich aber risikofreie Zinssätze stark vermindert und so die Finanzbedingungen von kapitalmarktorientierten Unternehmen etwas verbessert. Pape und Schlecker betrachteten für ihre Studie besonders den Verlauf und Hintergrund der Subprime-Krise und stellten Vergleiche mit der Russlandkrise und der LTCM-Krise an.
Zusätzlich zu dieser Publikation veröffentlichten Pape und Schlecker einen weiteren Beitrag, der erläutert, mit welchen Methoden Credit-Spread Berechnungen erstellt werden und untersucht, mit welchen Vor- und Nachteile die verschiedenen Verfahren tatsächlich verbunden sind.
Pape, Ulrich/Schlecker, Matthias: Reaktion von Credit Spreads auf Finanzmarktkrisen am Beispiel der Subprime-Krise und der LTCM-Krise. Finanz Betrieb, 11. Jg., Nr. 1, 2009, S. 38-45.
(kg)