Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
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Die Buchreihe „Nordische Geschichte“, herausgegeben von Professor Dr. Jens E. Olesen, Lehrstuhlinhaber für Nordische Geschichte, hat erneut Zuwachs bekommen. Der mittlerweile neunte Band wurde von Dr. Mario Ackermann verfasst und trägt den Titel Wissenschaft und nationaler Gedanke im 18. und frühen 19. Jahrhundert.
Die beiden Göttinger Professoren Johann Beckmann (1739 – 1811, Professor für Ökonomie inkl. Technologie) und Johann Friedrich Ludwig Hausmann (1782 – 1859, Professor für Technologie und Bergwirtschaft) waren hervorragende Kenner Schwedens in wissenschaftlicher wie auch in gesellschaftlicher Hinsicht. Dies ist insbesonders darauf zurückzuführen, dass beide Schweden zum Ziel ihrer wichtigsten Wissenschaftsreise auserkoren hatten.
Im Mittelpunkt dieser Studie steht die Auswertung der erhaltenen Reisetagebücher, welche nicht ausschließlich wissenschaftliche, sondern auch kulturelle, soziale und gesellschaftspolitische Auffassungen ihrer Autoren erkennen lassen. Auffassungen, die vor dem Hintergrund eines wachsenden nationalen Gefühls von besonderem Interesse sind. Dieses nationale Gefühl war Beckmann kaum und Hausmann nur ansatzweise aus der „Heimat“ bekannt, wurde von beiden aber überaus intensiv reflektiert im Zusammenhang mit einer geglaubten Homogenität und Einheit Schwedens.
Mario Ackermann: Wissenschaft und nationaler Gedanke im 18. und frühen 19. Jahrhundert – Eine Studie zum Nationalismus am Beispiel des Gedankenguts der deutschen Forscher Johann Beckmann und Johann Friedrich Ludwig Hausmann im Kontakt mit schwedischen Gelehrten 1763 bis 1815.
Reihe: Nordische Geschichte, Bd. 9, 2009, 320 S., 29.90 EUR, br., LIT-Verlag , ISBN 978-3-643-10382-6
Pressemitteilung der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald