Skywalk schafft kurze Wege für eine noch bessere Patientenversorgung

Johannes Gutenberg-Universität Mainz: Mit der heutigen Eröffnung von einem Verbindungsgang, dem so genannten Skywalk, wachsen die Gebäude der Medizinischen Kliniken, der Chirurgie, der Orthopädie und der Urologie nun noch enger zusammen. Der insgesamt rund 190 Meter lange Gang verbindet die vier Gebäude auf Höhe der 2. Etage und ermöglicht so unter anderem sensible Patiententransporte zwischen den Operationssälen, den Notaufnahmen, den Intensiv- und den Normalstationen auf kürzestem Wege. Zeit- und kostenintensive Transporte mit einem Rettungswagen oder einem Taxi entfallen.

Die Planung erfolgte durch die Lübecker Architekten Tönies, Schroeter und Jansen GmbH. Die Kosten für die ein einhalbjährige Bauphase beliefen sich auf rund 3,4 Millionen Euro. 28 Stützpfeiler, 265 Tonnen Stahl und 1080 Quadratmeter Glas – das sind nur einige interessante Eckdaten der modernen Konstruktion aus Glas und Stahl, welche die großen Kliniken in den Gebäuden 605, 505, 604 und 503 verbindet. Die enge, räumliche Situation zwischen den Gebäuden konnte, in gestalterischer Anlehnung an die Konstruktion der Magistrale des Gebäudes 605, durch eine transparente, raumhohe Glasfassade optimal gelöst werden. Die so entstandene gestalterische Einheit und der nun indirekte Klinikverbund wird ab sofort für den Bettentransport, den Patientenverkehr in Begleitung von Pflegepersonal sowie dem Personalverkehr genutzt. Besonderen Komfort hierbei bieten die Integration von Rampen in den Fußböden, welche die geringe Steigung als Resultat der Höhendifferenz zwischen den Gebäuden ausgleicht.

Auch ist einer Aufwärmung der Skywalks durch hochsommerliche Temperaturen mit der Verwendung von speziellem Sonnenschutzglas sowie durch zusätzlich aufgeklebte Sonnenschutz-Folien im oberen Bereich der Verglasung vorgebeugt. Für die entsprechende Sicherheit in dem 140 (von Geb. 505 zu 605) und 50 Meter (von Geb. 604 und 503) langen Gang ist im Falle eines Brandes durch die Abstimmung eines Brandschutzkonzeptes mit dem Bauaufsichtssamt und der Feuerwehr Mainz gesorgt, welches bei einem solchen Vorfall eine Evakuierung über die Fluchtwege der angeschlossenen Gebäude vorsieht.

„Die Architekten Tönies, Schroeter und Jansen GmbH, aus Lübeck, haben uns bereits bei der Planung der Medizinischen Kliniken positiv gezeigt, was architektonisch in der vorgegebenen baulichen Struktur und den funktionellen Anforderungen möglich ist“, erläutert der Leiter der Stabsstelle Planung der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Dimitri Haidas. „So war die Erwartung und die Anforderung diese harmonische Bild durch den Verbindungsgang zu unterstreichen ein großes Anliegen – welches unserer Meinung nah voll und ganz erfüllt wurde“, ergänzt Otmar Hablitz vom Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), der für das Projektmanagement zuständig war. „Mit dieser modernen Glas-Stahlkonstruktion haben wir einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einer noch besseren Patientenversorgung gemacht“, freut sich der Medizinische Vorstand der Universitätsmedizin, Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, über die Fertigstellung des Projektes. „Die kurzen Wege für Patienten und Mitarbeiter werden in der Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fächer helfen und die einzelnen medizinischen Disziplinen noch enger verbinden.“

Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz



© www.hochschulnachrichten.com   Montag, 9. März 2009 14:25 c.kexel

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