Schluckstörungen? Achalasie-Patiententag gibt Aufschluss

Johannes Gutenberg-Universität Mainz: Mit der Diagnostik, Ernährung und Therapie der Achalasie beschäftigt sich der Patiententag am Samstag, den 02. Mai 2009, zu dem die Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Abdominalchirurgie der Mainzer Universitätsmedizin gemeinsam mit der Achalasie-Selbsthilfe e.V. einlädt. Von 09.00 bis 15.00 Uhr stehen die Experten nach kurzen Vorträgen in einer offenen Diskussionsrunde den Besuchern Rede und Antwort. Zu dieser öffentlichen Veranstaltung sind alle Interessierten, Betroffenen und Angehörigen herzlich in den Hörsaal der Chirurgie (Gebäude 505 H, Universitätsmedizin, Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz) eingeladen. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten bei Frau Höpp (Tel. 06131 – 17 2737) oder per Mail an achalasie@web.de (weitere Informationen unter: http://www.klinik.uni-mainz.de/patienten/veranstaltungen.html).

Achalasie ist eine seltene Funktionsstörung der Speiseröhre, die sich insbesondere durch Schluckstörungen, Gewichtsverlust und Schmerzen hinter dem Brustbein äußert. Ursache ist einerseits die fehlende Öffnung des oberen Magenpförtners am Ende der Speiseröhre im Bereich des Mageneinganges. Andererseits fehlt eine adäquate Transportfunktion, um den Speisebrei vom Mund in den Magen fortzubewegen. Die Muskulatur der Speiseröhre ist überwiegend schlaff. Als Folge bleibt die Speise in der Speiseröhre stecken, sammelt sich an und führt zu Erbrechen. Die Diagnose wird durch eine Breischluck-Röntgenuntersuchung, Gastroskopie oder Druckmessung (Manometrie) der Speiseröhre gestellt. Je nach Art und Umfang der Erkrankung gibt es verschiedene Therapieverfahren, die zu einer Krankheitsverbesserung beitragen: die medikamentöse, die interventionelle oder die operative Therapie.

„Wie genau Achalasie diagnostiziert werden kann, welche Ernährung sinnvoll ist und welche Therapiemöglichkeiten es bei dieser Erkrankung gibt, darüber möchten wir Interessierte, Betroffene und Angehörigen bei unserer Veranstaltung gerne umfassend informieren“, erläutert Hartwig Rütze, Vorsitzender der Achalasie Selbsthilfe e.V.

„Darüber hinaus stellen wir die Therapiemethoden der pneumatischen Dilatation, der Botox-Injektion und der minimal-invasiven operativen Therapie (laparoskopische Kardiomyotomie) genauer vor und möchten den Betroffenen so die Angst vor einem operativen Eingriff nehmen. Darüber hinaus werden wir ihnen erläutern, welche Möglichkeiten und Chancen sich anschließend ergeben können,“ ergänzt PD Dr. Ines Gockel Oberärztin der Klinik und Poliklinik für Allgemein- und Abdominalchirurgie. Bisher sind bereits über 100 Anmeldungen für die Veranstaltung eingegangen.

Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz



© www.hochschulnachrichten.com   Freitag, 24. April 2009 10:49 c.kexel

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