Sarah Stommel und Winfried Markman stellen Ergebnisse ihrer Gender-Forschung vor

RWTH Aachen: Unter dem Motto „Gender and the City – Genderforschung für Aachen“ wurde zum dritten Mal der Runde Tisch „Gender“ der Stadt Aachen in Zusammenarbeit mit dem Lehr- und Forschungsgebiet Soziologie der RWTH Aachen organisiert.

Zwei studentische Nachwuchsforscher, Sarah Stommel und Winfried Markmann, der RWTH stellten ihre Ergebnisse vor, die sie im Rahmen von UROP unter Leitung von RWTH-Prorektorin Univ.-Prof. Heather Hofmeister und Dr.rer.pol. Alexander Röhler erzielt haben. Die Abkürzung UROP steht für „Undergraduate Research Opportunities Programm“. Es richtet sich an RWTH-Studierende und bietet diesen die Möglichkeit, bereits frühzeitig während des Studiums Forschungserfahrung in praktischen Projekten zu sammeln. Sarah Stommel stellte in ihrer Feldforschung zum Thema „Geschlechtsspezifische Sozialisation“ fest, dass die sozialen Geschlechterunterschiede schon bei ein- bis dreijährigen Kindern anfangen. Bei der Beobachtung des Spielverhaltens der Kleinen konnte sie wesentliche Unterschiede festmachen, wie zum Beispiel, dass Eltern und andere Bezugspersonen generell den Mädchen mehr Aufmerksamkeit schenken als den Jungen.

Ihre Forschungsarbeit liefert Erkenntnisse darüber, auf welche Weise schon sehr früh männliche und weibliche Rollen anerzogen werden. Winfried Markmann verglich für seine Studie aktuelle Artikel aus Lokal- und überregionalen Zeitungen, um herauszufinden, wie die Rolle von Müttern und Vätern im Zusammenhang mit der Diskussion um den demographischen Wandel dargestellt wird. Dabei kam er zum Ergebnis, dass die niedrige Geburtenrate, die eine Ursache des demographischen Wandels ist, in der Presse eher als ein Problem dargestellt wird, dessen Lösung die Frauen alleine betrifft.

Die Initiative für den Runden Tisch „Gender“ ging vor einem Jahr von einem Fachausschuss des Frauennetzwerks Aachen aus und wird von den drei Aachener Bürgermeisterinnen Hilde Scheidt (Grüne), Astrid Ströbele (SPD) und Sabine Verheyen (CDU) unterstützt. Ziel ist es, Fragen, die von großem Interesse und hoher Relevanz für die Stadt Aachen sind, wissenschaftlich fundiert aus einer Gender-Perspektive zu untersuchen.

Pressemitteilung der RWTH Aachen



© www.hochschulnachrichten.com   Dienstag, 10. März 2009 12:15 c.kexel

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