Professor Wolfgang Marquardt ist neues Mitglied des Wissenschaftsrats

RWTH Aachen: Die Urkunde wirkt eher schlicht, dafür ist der Inhalt umso bedeutender: Per Post erreichte Univ.-Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Marquardt jetzt die Mitteilung, dass er vom Bundespräsidenten als neues Mitglied in die Wissenschaftliche Kommission des Wissenschaftsrats berufen wurde. Bereits an der Frühjahrssitzung im Mai wird der Inhaber des Lehrstuhls für Prozesstechnik der Aachener Verfahrenstechnik teilnehmen.

„Diese Berufung ist für mich natürlich eine besondere Ehre“, freut sich Prof. Marquardt, der bereits 2001 mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet wurde. „Ich sehe es als eine wichtige Aufgabe an, in diesem Gremium die Ingenieurwissenschaften in ihrer ganzen Breite zu vertreten.“ Einen Schwerpunkt wird für ihn dabei das Spannungsfeld zwischen Grundlagenforschung und Ingenieurwissenschaften sowie der Transfer von Wissenschaft in die Anwendung bilden. „Die Kommunikation über die Disziplinen hinweg zu fördern und Verständnis für die Interaktionsbedürfnisse der Ingenieure mit allen anderen Wissenschaftsdisziplinen zu schaffen, ist mir ein besonderes Anliegen.“ Als weiteres bedeutendes Thema nennt Prof. Marquardt das Zusammenwachsen des europäischen Wissenschaftsraumes: „Wir sollten in Europa ein Selbstverständnis entwickeln, das über die Projektförderung hinausgeht.“

Die Aufnahme der Mitglieder der Wissenschaftlichen Kommission erfolgt auf gemeinsamen Vorschlag verschiedener hochkarätiger Wissenschaftseinrichtungen, zu denen auch die DFG gehört. Die Berufung nimmt dann der Bundespräsident vor. Die Mitglieder gehören dem Wissenschaftsrat maximal sechs Jahre an. Er setzt sich zudem aus Persönlichkeiten des Öffentlichen Lebens sowie Vertretern aus der Politik zusammen. Aufgabe des Wissenschaftsrates ist es, die Regierungen des Bundes und der Länder in allen hochschul- und forschungspolitischen Belangen zu beraten.

Pressemitteilung der RWTH Aachen



© www.hochschulnachrichten.com    c.kexel

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