Patente Studenten – Vom Teebeutelfaden zur Hubschrauber-Regelung

Hochschule Niederrhein: Pssst, streng geheim! „Morgen wird uns die Patenturkunde zugestellt“, sagt Michael Schmitz. Zusammen mit vier Kommilitonen und in Kooperation mit dem Krefelder Unternehmen Jost Automotive entwickelte der Maschinenbaustudent an der Hochschule Niederrhein eine Vorrichtung, mit der die Fehlbetankung von Last- und Nutzfahrzeugen vermieden wird. Es geht aber nicht um Benzin statt Diesel, sondern um einen Stoff namens „AdBlue“, der für die Reinigung des Abgasstroms sorgt.

Wird in dessen Tank an der Zapfsäule Diesel gefüllt, bricht das System zusammen und der Katalysator geht kaputt. Der Austausch

kostet mehrere tausend Euro. Der Nutzen für Fuhrparkbetreiber und Autozulieferer liegt auf der Hand. So wie für neun weitere Unternehmen, die in Projekten mit Maschinenbau- und Verfahrentstechnik-Studenten der HN kooperierten. Mehr als 20 Neuentwicklungen wurden präsentiert.

Mit der Kunst des Knotens von Teebeutel-Bändchen befassten sich fünf Studenten und eine Studentin im Auftrag der Meerbuscher Firma Teepack. Die stellt die entsprechenden Maschinen her. Das Studententeam entwickelte Vorschläge, wie die Befestigung der Fadenschlaufe am Etikett optimiert und der Ausstoß von 350 Päckchen pro Minute erhöht werden kann. Auch zum

Teetrinken blieb noch genug Zeit, versichert das Team. Ebenfalls mit Getränken befasste sich Ulf-Guido Held und sein Team. Wie kann man in Kleintransportern das Umfallen der Flaschen in den Türtaschen vermeiden? Für ihre Lösung ist ihnen der Dank ungezählter Auslieferungsfahrer gewiss, aber dazu muss sie erst einmal in die Läden kommen: die Halterung aus Kunststoff,
die entweder nach innen oder außen festgeklemmt oder per Druckknopf oder Klettverschluss befestigt wird.

Nicht nur gedanklich, sondern im wörtlichen Sinne abgehoben haben die sechs Studenten, die eine Hubschrauber-Regelung entwickelten, bei der zum Beispiel zur Entlastung des Piloten die gewünschte Flughöhe eingegeben wird, die sich dann automatisch einstellt. Störungen im Flugablauf werden automatisch ausgeglichen. Als Autopilot schon bekannt, aber den Studenten ging es ums Prinzip: Die technischen Phänomene auf die mathematischen Grundlagen zurückzuführen. Ebenfalls von einem Prinzip, nämlich Grundschüler möglichst spielerisch an Robotertechnik heranzuführen, ließ sich ein anderes Team leiten. Es entwickelte eine interaktive DVD, mit dessen Hilfe Viertklässler innerhalb von zwei Stunden einen Lego-Roboter bauen können – ausprobiert in der Grundschule in Grefrath-Oedt. Das Erfolgserlebnis sporne zum weiteren kreativen Umgang mit Technik an, berichtet John Sebastian Wiegers, der mit seinen fünf Kommilitonen auch in der HN Schülergruppen betreut.

Pressemitteilung der Hochschule Niederrhein



© www.hochschulnachrichten.com    p.kexel

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