Partnerschaftsvertrag hebt eine Universitätskooperation in neue Dimensionen

Universität Augsburg: Nach bereits langjähriger erfolgreicher Zusammenarbeit, deren Anfänge in die späten 1970er Jahre zurückreichen, haben die Universität Augsburg und die University of Johannesburg jetzt ein formelles Partnerschaftsabkommen unterzeichnet. "Wir haben damit der Breite und der Intensität Rechnung getragen, die diese Kooperation über die Jahre hinweg gewonnen hat", so Vizepräsident Prof. Dr. Horst Hanusch, der an der Spitze einer Augsburger Delegation im vorigen November den Partnerschaftsvertrag in Johannesburg unterzeichnet hat.

Intensive Beziehungen auf breiter Basis mit langer Tradition

Das Spektrum der Disziplinen, die sich auf beiden Seiten bislang bereits in die Kooperation Augsburg-Johannesburg eingebracht haben, umfasst die Anglistik, die Ethnologie, die evangelischen Theologie, die Mathematik, die Soziologie sowie die Erziehung-, Politik-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und nicht zuletzt die Germanistik. Letztere streckte bereits gegen Ende der 1970er Jahre in Person des mittlerweile emeritierten Augsburger Ordinarius für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft Dr. D. Litt. et Phil. h. c. (Rand Afrikaans University) Helmut Koopmann die ersten Fühler nach Johannesburg aus. Nachdem Koopmann zwischenzeitlich sechsmal an ihr als Gastprofessor gelehrt hatte, verlieh ihm 1998 die Rand Afrikaans University (die 2005 nach der Integration der Vista University und des Technikon Witwatersrand zur University of Johannesburg wurde) als erstem deutschen Wissenschaftler ihre Ehrendoktorwürde. Koopmann erhielt diese Auszeichnung u. a. "for his meritorius contributions to Germanic philology in South Africa".

Sieben Jahre nach Kooperationsvereinbarung jetzt Partnerschaftsvertrag

Drei Jahre später waren die über die Germanistik hinausgewachsenen wechselseitigen Kontakte beider Universitäten breit und nachhaltig genug für eine erste offizielle Formalisierung in Form einer Kooperationvereinbarung, die im März 2001 in Johannesburg unterzeichnet wurde. Seither fanden in Johannesburg und in Augsburg mehrfach gemeinsame multidisziplinäre Symposien statt. Nachdem zuletzt im Juni 2006 die Universität Augsburg Gastgeberin eines solchen Symposiums gewesen war, war im November 2008 nun wieder eine Wissenschaftlergruppe der Universität Augsburg nach Johannesburg eingeladen. Unter Leitung von Vizepräsident Hanusch, der zugleich die Augsburger Wirtschaftswissenschaften vertrat, gehörten dieser Delegation neben Koopmann die Kommunikationswissenschaftlerin Prof. Dr. Juliane Eilders sowie der Anglist Prof. Dr. Martin Middeke und als Vertreter der Juristischen Fakultät Prof. Dr. Thomas M. J. Moellers an.

Die fünfte im Kreis der Augsburger Partneruniversitäten

Im Mittelpunkt dieses Besuchs stand die Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrags, der die bewährten und intensiven Beziehungen nun über den Kooperationsstatus hinaushebt und die University of Johannesburg nach den Universitäten Osijek (Kroatien, seit 1978), Pittsburgh (USA, seit 1980), Iasi (Rumänien, seit 1992) und Chabarowsk (Russland, seit 1998) zur fünften Partneruniversität der Universität Augsburg macht.

Eine der größten und angesehensten in Südafrika

Mit 45.000 Studentinnen und Studenten ist die University of Johannesburg eine der größten des Landes. Zu ihr gehört auch der Soweto Campus in den South Western Townships außerhalb der Stadt. "An Anerkennung mangelt es unserer neuen Partneruniversität nicht", vermerkt Koopmann und verweist exemplarisch darauf, dass im vorigen November am Tag vor dem Eintreffen der Augsburger Delegation der Präsident der Harvard University die University of Johannesburg und deren Soweto Campus besucht hatte.

Neue Dimensionen der Zusammenarbeit

Koopmann freut sich, dass es "endlich", wie er sagt, zu einem Partnerschaftsvertrag gekommen ist: "Dieser Vertrag erschließt unserer Zusammenarbeit neue Dimensionen. Er erleichtert den Austausch von Professoren und Studenten und ermöglicht eine noch engere Kooperation in gemeinsamen Forschungsprojekten. Denkbar sind jetzt auch von beiden Universitäten gemeinsam betreute Qualifikationsschriften sowie wechselseitig anerkannte Prüfungen und der intensivere Austausch von Forschungsergebnissen."

Fortsetzung der fachübergreifenden Augsburg-Johannesburg-Symposien

Über die Forcierung fachbezogener Austauschprojekte hinaus wurde von südafrikanischer Seite der Wunsch nach weiteren gemeinsamen fachübergreifenden Symposien bisherigen Musters vorgebracht. "Das von uns vorgeschlagene Thema 'Changing identities in a global world' hat großes Interesse bei den südafrikanischen Kollegen geweckt, wobei hier auch Aussicht auf eine engagierte Beteiligung unserer Partner in Pittsburgh bestünde", berichtet Koopmann. Als potentielles Thema für eines der nächsten Symposien sei auch "Rethinking worlds. On an evolution of the global" zur Diskussion gestellt worden.

Pressemitteilung der Universität Augsburg



© www.hochschulnachrichten.com    c.kexel

Bewerten Sie diesen Artikel

Aktionen

Architektur

Ausstellungen

Bauprojekte

Geologie

Geschichte

Gesellschaft

Handel

Hochschule allgemein

IT

Jura

Kooperationen

Kunst

Lehre

Linguistik

Literatur

Maschinenbau

Medien

Medizin

Namen & Leute

Naturwissenschaft

Pädagogik

Philosophie

Politik

Preise

Psychologie

Stipendien

Tagungen

Technik

Theologie

Umwelt

Veranstaltungen

Verkehr

Veröffentlichungen

Vorträge

Wirtschaft

aktuell



An der accadis Hochschule Bad Homburg Management studieren

HN.com durchsuchen:

  

© 2020 Hochschulnachrichten,  Alle Rechte vorbehalten.  Impressum | Anmelden