Hochschule für Jüdische Studien, Heidelberg
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Professor Wolfgang Benz ist seit 1990 Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung (ZfA) an der Technischen Universität Berlin. Das ZfA versteht sich als zentralen Ort für interdisziplinäre Grundlagenforschung zum Antisemitismus und für allgemeine und übergreifende Forschungen zu Vorurteilen und Diskriminierung.
Ende 2008 geriet Benz mit der Tagung „Feindbild Muslim – Feindbild Jude“ des Zentrums für Antisemitismusforschung in die Kritik. Islamkritiker warfen ihm vor, mit dem Vergleich von Antisemitismus und Islamfeindlichkeit den Holocaust zu verharmlosen. „Die Ausgrenzung als Fremdes ist so gefährlich wie der Antisemitismus“, entgegnete der Historiker. Er sieht die Beschäftigung mit Islamfeindlichkeit als natürlichen Bestandteil der aktuellen Vorurteilsforschung.
Im Rahmen der Heidelberger Hochschulreden wird Wolfgang Benz zum Thema „Neuer Antisemitismus? Tradition und Aktualität eines Vorurteils“ am Mittwoch, den 11. November um 18:15 Uhr in der Aula der Alten Universität Heidelberg, Grabengasse 1 sprechen. Die Heidelberger Hochschulreden bringen seit 2005 national und international bedeutende Persönlichkeiten nach Heidelberg. Sie sind eine Initiative der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg.
Einlass ist ab 17:30Uhr, der Eintritt ist frei.
Pressemitteilung der Hochschule für Jüdische Studien, Heidelberg