Narrating Futures von Professor Christoph Bode wird mit einer Mio gefördert

Ludwig-Maximilians-Universität München: Professor Christoph Bode, Inhaber des Lehrstuhls für Englische Literatur der Moderne an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, hat einen Advanced Investigator Grant vom European Research Council (ERC) erhalten.

Sein Forschungsprojekt "Narrating Futures", mit dem er ab April starten wird, wird mit rund einer Million Euro gefördert. In seinem Forschungsprojekt untersucht Professor Bode, wie man Zukunft erzählen kann. Dabei geht es ihm nicht um utopische Erzählungen, da auch diese rückblickend von einem Standpunkt in der Zukunft erzählen. Deshalb sind fast alle Zukunfts-Utopien in diesem Sinne wie die meisten anderen Erzählungen Vergangenheits-Erzählungen. "Ich bin an einer ganz anderen Art von Erzählungen interessiert", erläutert Bode. "Erzählungen, die versuchen, einen wesentlichen Zug von Zukunft zu bewahren und in den Vordergrund zu stellen: nämlich dass sie offen ist, dass sie noch unentschieden ist, dass jede Situation X in der Gegenwart potentiell eine Vielzahl von Fortsetzungsmöglichkeiten zulässt, nicht nur eine."

Bode definiert future narratives als eigenen Typus von Erzählung, für den noch keine Erzähl-Grammatik, keine Logik, keine Poetik erarbeitet wurde. "Was Narratologie bis heute zu bieten hat, ist ausschließlich am Corpus von Vergangenheits-Erzählungen entwickelt." Christoph Bode will auf Theorieangebote aus anderen Disziplinen zurückgreifen, um future narratives erfassen, beschreiben und analysieren zu können: Mathematische Spieltheorie, Entscheidungstheorie, Futurologie, die Theorie von Simulationen hochkomplexer Abläufe sowie Possible-worlds Theory. Bode und sein Team untersuchen nicht nur schriftliche Texte, sondern auch Filme, interaktive Fiktions-Spiele sowie Computer-simulationen von unterschiedlichen Szenarios.

Bislang haben nur drei andere deutsche Geistes- oder Sozialwissenschaftler einen Advanced Investigator Grant erhalten, Bode ist in Europa der einzige Literaturwissenschaftler mit dieser Auszeichnung. Der ERC fördert mit dem Advanced Investigator Grant hochinnovative Forschung, die erheblich über den bisherigen Forschungsstand hinausgeht und neue Forschungsgebiete identifiziert. Alleinige Auswahlkriterien in der Begutachtung sind einerseits die erwiesene herausragende wissenschaftliche Exzellenz der Antragsteller sowie die Originalität und Stimmigkeit der Projektvorschläge.

Pressemitteilung der Ludwig-Maximilians-Universität München

 



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