NRW fördert Solarzellen-Projekt in Aachen mit 1,85 Millionen Euro

RWTH Aachen: Unbegrenzt verfügbar, klimafreundlich und fortwährend erneuerbar: Solarstrom gilt als schnellstwachsende erneuerbare Energietechnologie mit hohem wirtschaftlichem Potenzial. An der Verbesserung der Solarzellentechnik wird auch in Aachen mit Hochdruck gearbeitet.

Im Forschungsverbund ADMITTER arbeitet das Institut für Halbleitertechnik (IHT) der RWTH mit den Partnern Solland Solar Cells GmbH und der AMO GmbH zusammen. Die Wissenschaftler entwicken dabei die Grundlagen und Technologien zur Herstellung eines selektiven Emitters, der bisherige Konflikte bei der Herstellung von Solarzellen aufhebt. Der Emitter bildet die lichtseitige, hochsensitive Oberfläche einer Solarzelle und bestimmt maßgeblich den Wirkungsgrad sowie ihre Wirtschaftlichkeit.

Am Mittwoch, 1. Juli 2009, um 12 Uhr wird der Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie (MWME) des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Jens Baganz, den Beteiligten die Bewilligung für das mit 1,85 Millionen Euro dotierte Projekt ADMITTER überreichen. Die Übergabe erfolgt in der Kuppel des Forschungsinstituts AMICA, Otto-Blumenthal-Straße 25, in Aachen. Ein Grußwort der RWTH Aachen übermittelt der Prorektor für Forschung und Struktur der RWTH Aachen, Univ.-Prof. Rolf Rossaint. Der Dekan der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, Univ.-Prof. Kay Hameyer, wird eine Stellungnahme abgeben. Der Projektkoordinator, Dr. Martin Fleuster von Solland Solar Cells GmbH spricht die Danksagung im Namen der Verbundpartner. Vertreter der Presse sind zu der Veranstaltung herzlich eingeladen.

Das Konzept des selektiven Emitters umgeht das bislang bestehende grundlegende Dilemma der gegensätzlichen Anforderungen an den Emitter. Für seine hohe elektronische Qualität ist einerseits eine möglichst niedrige Zahl von Dotieratomen, welche für die Erzeugung von elektrischer Spannung bei Sonneneinstrahlung Voraussetzung sind, anzustreben. Andererseits erfordern hocheffiziente elektronische Kontakte zwischen dem Silizium der Solarzelle und den Metallfingern auf der Vorderseite der Solarzelle einen stark dotierten Emitter. Der selektive Emitter wird beiden Anforderungen gerecht, indem er zwei unterschiedlich dotierte Gebiete aufweist. Unterhalb des Kontaktfingers wird eine hohe Dotierung zur Optimierung des elektrischen Kontaktes eingestellt; in den Bereichen, die vom Sonnenlicht getroffen werden, wird die Dotierung hingegen niedrig gehalten. Diese Selektivität lässt eine weitere Effizienzsteigerungen erwarten, die in der Welt der Solarzellen eine überragende Bedeutung hat.

Pressemitteilung der RWTH Aachen

 



© www.hochschulnachrichten.com    c.kexel

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