Ruhr-Universität Bochum: Ob in Musik, Malerei oder Literatur: Spuren von Mathematik finden sich
überall. Wie Detektive spüren Zwölftklässler des Wittener
Schiller-Gymnasiums am Donnerstag, 19. März das Mathematische in den
Künsten und in der Philosophie auf: Wie haben Platon und andere in der
Antike die Planetenbewegungen beschrieben? Was ist der "goldene
Schnitt"? Und warum ist das "Möbiusband" eine Verbindung von
Philosophie und Mathematik? Die "Mathematische Spurensuche" ist das
erste geisteswissenschaftliche Projekt im Alfried Krupp-Schülerlabor
der RUB, konzipiert vom Bochumer Philosophen Prof. Helmut Pulte.
Das Projekt findet am 19.3. von 9 bis ca. 16 Uhr (mit Mittagspause) im
Alfried Krupp-Schülerlabor statt (Gebäude NB 03/242). Vertreterinnen
und Vertreter der Medien sind herzlich willkommen, um Anmeldung wird
gebeten unter Tel. 0234/32-27081. Prof. Pulte und die Teilnehmer stehen
zwischendurch als Gesprächspartner zur Verfügung.
Prämiertes Konzept
Mit der Idee dieser "mathematischen Spurensuche" gehörte Prof. Pulte
von der Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaft der RUB zu
den Preisträgern des bundesweiten Wettbewerbs "Kopf und Zahl" im Jahr
der Mathematik 2008. 10.000 Euro Preisgeld erhielt die Bochumer
Philosophie, um das Projekt im Schülerlabor zu realisieren. Nach der
Pilotveranstaltung am 19.3. sind weitere Durchgänge geplant. Den
Auftakt machen 28 Schülerinnen und Schüler eines
Philosophie-Grundkurses.
Seit Herbst 2008 ist die Philosophie und
Erziehungswissenschaft die zehnte Trägerfakultät des RUB-Schülerlabors
auf dem Campus - neben den "Gründungsfakultäten" aus Natur- und
Ingenieurwissenschaften sowie Mathematik und Psychologie.
Kluge Köpfe fragen und forschen
Bei den jeweils eintägigen Veranstaltungen erhalten die Teilnehmer die
Möglichkeit, unter Anleitung kundiger Studierender aus Philosophie und
Mathematik der Frage nachzugehen, welche Bedeutung die Mathematik in
der Ideengeschichte, aber auch in der aktuellen Diskussion der
Geisteswissenschaften hat - eine Thematik, die im engen "Fächerkorsett"
der Schulen kaum eine Rolle spielt. Von Platon und Aristoteles über die
Renaissance-Kunst bis zur Mathematik in der Gegenwartsliteratur ist
hier (fast) alles möglich, was kluge Köpfe, die über den "Tellerrand"
der Fächer hinausschauen, schon immer wissen wollten - aber vielleicht
nicht zu fragen wagten. Anhand von Untersuchungsgegenständen - zum
Beispiel Texten, Bildern oder Musikstücken - sollen die Schüler in
einem offenen, forschenden Prozess selbst Fragen entwickeln und
Antworten darauf suchen, die sie später in einer Präsentation
vorstellen.
Pressemitteilung der Ruhr-Universität Bochum