Maschinenbau untersucht Studienverläufe und Studienerfolg

Technische Universität Dortmund : Wie und wodurch gelingt ein ingenieurwissenschaftliches Studium? Seit Beginn des Sommersemesters 2009 ist ein Wissenschaftlerinnen-Team des Hochschuldidaktischen Zentrums (HDZ) der TU Dortmund mit Prof. Dr. Sigrid Metz-Göckel, Marion Kamphans, Nina Friese und Jessica Wixfort den Faktoren auf der Spur, die zu einem erfolgreichen Studium beitragen. Um diese Frage zu beantworten, werden Studierende der Fakultät Maschinenbau in den kommenden drei Jahren mehrfach befragt. „Die Ergebnisse dienen dazu, einen systematischen Überblick zu erhalten, welche Zeitpunkte und Ereignisse den Studienverlauf günstig oder negativ beeinflussen.

Uns interessiert, mit welchen Strategien Studierende ihr Studium und ihren Kompetenzerwerb verfolgen, “ sagt Prof. Dr. Sigrid Metz-Göckel. Die Panel-Befragungen sind Teil des BMBF-Forschungsprojektes „USuS- Untersuchung zu Studienverläufen & Studienerfolg“, an dem neben der TU Dortmund die Universität Hamburg, die Hochschule München und die Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven beteiligt sind. 3 Jahre lang werden die Forscherinnen die Studienstrategien in Dortmund untersuchen und Studierende wie Lehrende der Fakultät Maschinenbau über Verlauf und Ergebnisse des Projektes informieren.


„Wir stellen fest, dass Studierende oft nicht wissen, was Maschinenbau eigentlich ist, wenn sie das Studium beginnen“, berichtet Prof. Dr. Bob Svendsen, stellvertretender Studiendekan in der Fakultät Maschinenbau. Die Folge ist, dass viele Studierende kurz nach Studienbeginn das Fach wechseln oder sich im Laufe der ersten Semester entscheiden, das ingenieurwissenschaftliche Studium aufzugeben. Empirische Studien zeigen, dass im internationalen Vergleich die Abbruchquoten in ingenieurwissenschaftlichen Studienfächern sehr hoch sind. Grund genug für die Fakultät, die Zusammenarbeit mit den Forscherinnen des Hochschuldidaktischen Zentrums zu nutzen, um neue Ideen zu entwickeln, wie die Passfähigkeit der Studierenden mit den institutionellen, organisatorischen und kulturellen Anforderungen des Faches Maschinenbau gerade auch in der Studieneingangsphase verbessert werden kann. „Wir versprechen uns von den Ergebnissen Anregungen, wie wir in der Profilbildung neue Wege gehen können“, sagt der Studiendekan der Fakultät Maschinenbau, Prof. Dr. Andreas Menzel. Auch Studiengangskoordinatorin Dipl.-Kauffrau Anna Lena Piel sieht in der Beteiligung an dem Forschungsprojekt eine notwendige und innovative Möglichkeit, effektive Studienstrukturen im Fachbereich zu implementieren und so zur Qualitätssicherung von Lehre und Studium beizutragen.

Vorgesehen ist eine enge Zusammenarbeit zwischen der Fakultät Maschinenbau und dem Hochschuldidaktischen Zentrum. In der Projektlaufzeit sollen u.a. Aufnahmekriterien für die Studieneingangsphase entwickelt und neue Lehr- und Lernformen ausprobiert und evaluiert werden. Zudem wird ein begleitender Arbeitskreis eingerichtet, an dem Lehrende des Studiengangs mitwirken, um innovative Lehrkonzepte zu diskutieren und konkrete Vorschläge für eine fachspezifische Umsetzung in Lehrveranstaltungen des Studiengangs Maschinenbau zu entwickeln. Zudem sind hochschuldidaktische Weiterbildungen (Coaching, Beratung, Trainings) für Lehrende geplant.

Die Laufzeit des Projekts: bis Ende März 2012. Das Projekt „USuS“ wird mit insgesamt 970.000 Euro aus dem BMBF-Rahmenprogramm „Empirische Bildungsforschung“ unter dem Titel „Hochschulforschung als Beitrag zur Professionalisierung der Hochschullehre“ gefördert. Untersucht werden neben dem Bachelor Studiengang Maschinenbau an der TU Dortmund die Studiengänge Lehramt an Berufsbildenden Schulen der Universität Hamburg, der Informatik an der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven und der Sozialen Arbeit an der Hochschule München. Die Gesamtleitung haben Prof. Dr. Margret Bülow-Schramm und Prof. Dr. Marianne Merkt von der Universität Hamburg inne, die Projektleitung an der TU Dortmund Prof. Dr. Sigrid Metz-Göckel und Marion Kamphans vom HDZ.

Pressemitteilung der Technische Universität Dortmund



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