Universität Hildesheim
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Am Mittwoch, den 17. Juni 2009, stellt sich der Lyriker Ulf Stolterfoht (Berlin), der in iesem Jahr die 2. Hildesheimer Poetik-Dozentur an der Stiftungsuniversität Hildesheim übernommen hat, um 20 Uhr in Hörsaal 1 (Hauptgebäude der Universität) in einer öffentlichen Lesung aus seinem Lyrikband „holzrauch über heslach“ den Hildesheimer Leserinnen und Lesern vor. Zuvor führt Prof. Dr. Hanns-Josef Ortheil vom Institut für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft, das die Dozentur plant und veranstaltet, in das lyrische Gesamtwerk Stolterfohts ein.
Ulf Stolterfoht ist nach dem Romancier Patrick Roth der zweite bedeutende deutsche Schriftsteller, der die Hildesheimer Dozentur übernimmt. Anders als an vielen deutschen Universitäten, wo derartige Dozenturen meist nur für öffentliche Lesungen oder Vorträge genutzt werden, arbeiten die Hildesheimer Poetik-Dozenten im Verlauf eines Semesters eng mit den Studierenden der Universität zusammen. Stolterfoht gibt ein Theorie-Seminar zur Neueren deutschen Lyrik und bespricht in einem Praxis-Seminar mit den Studierenden deren neuste lyrische Produktion. Zum Abschluss der Dozentur ist eine Exkursion in den Stuttgarter Vorort Heslach vorgesehen, wo Ulf Stolterfoht aufgewachsen ist und wo auch die geographischen Haupt-Motive seines preisgekrönten Langgedichts „holzrauch über heslach“ angesiedelt sind. Vorgesehen ist, die Exkursion in einem Buch mit dem Titel „Das Heslach des Ulf Stolterfoht“ zu dokumentieren.
Stolterfoht wurde 1963 in Stuttgart geboren. Nach einem Studium der Germanstik und der Allgemeinen Sprachwissenschaft wurde er durch seine bei Urs Engeler in Basel erschienenen Lyrikbände „fachsprachen I-XXVII“ schon bald zu einem der wichtigsten deutschen Lyriker, der auch als Übersetzer und Herausgeber von Lyrik bekannt wurde. Das lyrische Gesamtwerk von Ulf Stolterfoht wurde mit vielen Preisen (Christine-Lavant-Preis, Anna-Seghers-Preis, Peter-Huchel-Preis u.a.) ausgezeichnet, 2007 lebte er als Stipendiat der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom. Zuletzt war er als Gastprofessor am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig tätig.
Pressemitteilung der Universität Hildesheim