Universität Potsdam: Universitätspräsidentin Prof. Sabine Kunst fordert den AStA zur Einhaltung der Spielregeln und zu respektvollem Umgang miteinander auf. Protest sei legitim, dürfe aber nicht den Lehrbetrieb gefährden.
Aus Anlass der Besetzung des AUDIMAX der Universität Potsdam untermauert die Hochschulleitung ihre Dialogbereitschaft. „Wir sind nach wie vor und wie auch bei früheren Gelegenheiten zum Gespräch mit dem AStA und seinen Vertretern bereit.“ erklärte Universitätspräsidentin Prof. Sabine Kunst. Die Hochschulleitung verweist auf Erfolge der Verhandlungen im Umfeld des „Bildungsstreiks“ vom Sommer 2009. Im Ergebnis sind verschiedene Maßnahmen beschlossen worden, die bereits zu einer Verbesserung der Studienbedingungen geführt haben. Zu nennen wäre beispielsweise ein verbessertes Prüfungssystem, das die Zahl der Modulteilprüfungen künftig spürbar reduziert. Installiert ist ein erstes Teilzeitstudienprogramm. Eine generelle Teilzeitregelung befindet sich in der Vorbereitung und wird zeitnah folgen. In den Fachbereichen Germanistik und Geschichte unterstützen zusätzliche Fachstudienberater die Studierenden in auslaufenden Studiengängen. Nicht zuletzt entlasten noch mehr Lehrkräfte, beispielsweise in Chemie und Biowissenschaften, die Anfängerpraktika. Seit dem Sommer gibt es auch eine regelmäßige Sprechstunde des Vizepräsidenten für Lehre und Studium, die bereits von vielen Studierenden in Anspruch genommen wird.
Die Leitung der Hochschule Potsdam erwartet die Fortsetzung der gemeinsamen Bemühungen zur Verbesserung der Situation aller Studierenden und fordert Verhandlungen, die von gegenseitigem Respekt und der Einhaltung der Spielregeln gekennzeichnet sind. Das bedeutet insbesondere den Verzicht auf die Störung des Lehrbetriebes.
Pressemitteilung der Universität Potsdam