Kontakt-Studium Sprachandragogik – Fremdsprachen für Erwachsene

Johannes Gutenberg-Universität Mainz: Im Rahmen des Kontaktstudiums Sprachandragogik, einem Weiterbildungsangebot für Lehrende von modernen Fremdsprachen in der Erwachsenenbildung, das an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz stattfindet, durchgeführt in Kooperation des Verbandes der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz e.V. mit der Universität Mainz, wird am 28. November und am 5. Dezember 2009 die Zusatz-Lerneinheit 2009 zum Thema Sprachen lernen auf C1-Niveau abgehalten.

Die weitaus meisten Sprachenlernenden finden sich in den Kursen bis zum B 1-(Zertifikats-)Niveau des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen. Entsprechend umfangreich ist das Kursangebot in den frühen Kursen. Im Fall von Deutsch als Fremdsprache und Englisch findet sich für Fortgeschrittene in großen Einrichtungen noch ein differenziertes Angebot, aber schon in Sprachen wie Französisch, Spanisch und Italienisch ist die Auswahl an weiterführenden Kursen stark eingeschränkt. Oft existieren nur wenige Angebote, die unterschiedlich fortgeschrittene Sprachstände und verschiedene Ziele zusammenfassen.

Parallel hierzu hat sich die Fremdsprachendidaktik in erster Linie mit dem Anfang des Sprachenlernens beschäftigt – mit dem Schwerpunkt mündlicher Kommunikation in Alltagssituationen. In fortgeschrittenen Kursen wird oft vertiefend Landeskulturelles angesprochen und/oder an den jeweiligen Teilnehmerinteressen orientierte „Konversation“ betrieben. Was die systematischen Sprachkenntnisse betrifft, steht eher eine Wiedererinnerung („Refresher“) im Programm.

In dieser Sonder-Lerneinheit im Rahmen des Kontaktstudiums „Sprachandragogik“ entwickeln die Teilnehmer mit den Unterrichtenden die Grundzüge einer Methodik für fortgeschrittene Sprachkurse (B2, C1 und C2), die gezielt und systematisch die verschiedenen Aspekte der Kommunikationsfähigkeit weiterentwickelt. Es handelt sich dabei um umfassendere Fertigkeiten wie überzeugendes Handeln in der Fremdsprache (mündlich sowie schriftlich) oder geläufiges Hören und Lesen komplexer authentischer Texte. Diese Fertigkeiten werden auch nicht immer in der alltäglichen Muttersprache praktiziert, so dass das Lernen in der Fremdsprache zunehmend zur Ausbildung einer grundlegenden Sprachfertigkeit wird, von der auch die muttersprachliche Kompetenz profitiert.

  • Wir werden uns über die sprachlichen und die darüber gehenden Anforderungen höherer Sprachkursstufen verständigen und
  • den gefundenen Zielen geeignete methodische Verfahren zuordnen, wobei selbständigem Lernen und neuen Informations- und Kommunikationsmedien große Bedeutung zukommt,
  • dabei von den unterschiedlichen Erfahrungen der Seminarteilnehmenden ausgehen und diese einbinden.


Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz



© www.hochschulnachrichten.com   Freitag, 6. November 2009 12:15 c.kexel

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