Klick – die kunsthistorische Lichtbildprojektion

Eberhard Karls Universität Tübingen : Unter dem Titel „Klick – die kunsthistorische Lichtbildprojektion“ hat ein Studienprojekt im Masterstudiengang Kunstgeschichte unter der Leitung von Prof. Dr. Barbara Lange eine Dauerausstellung im Kunsthistorischen Institut erarbeitet, die am Freitag, dem 15. Januar 2010, 18 Uhr im Kunsthistorischen Institut der Universität Tübingen, Bursagasse 1, Seminarraum XI eröffnet wird.

Dunkelheit, lautes Klicken, brummende Hintergrundgeräusche, Klopfzeichen des Professors mit dem Zeigestab... In den Anfängen war der Dia-Apparat nicht zu überhören und so realisierte man stets, dass die flimmernde und etwas schummrige Abbildung auf der Leinwand nicht aus dem „Nichts“ kam, sondern dass das Gerät am anderen Ende des Raums für die Projektion zuständig war. Auch als ab 1950 die Apparate leiser und zunehmend lichtstärker wurden, blieben sie die eigentlichen Akteure des Lichtbildervortrags, der bis heute zur Standardsituation im Kunsthistorischen Hörsaal zählt.

Im Rahmen des Studienprojektes im neueingerichteten Masterstudiengang Kunstgeschichte wurde zu diesem Thema eine Dauerausstellung für den Seminarraum erarbeitet, die Fach-, Technik- und Wissenschaftsgeschichte miteinander verbindet. Die Exponate in den zu Ausstellungsvitrinen umgebauten Schränken der alten Projektionsbühne geben einen Überblick über die Geschichte des zentralen Arbeitsinstruments der akademischen Kunstgeschichte. Neben den Projektionsgeräten wird gezeigt, dass eine Reproduktion eben kein Kunstwerk ist und eine eigene Ästhetik der Aufmerksamkeit verfolgt. Die Nähe des Dias zu Jahrmarktvergnügen des späten 19. Jahrhunderts ist dabei genauso ein Thema wie die Veränderungen in der Bildwahrnehmung im Hörsaal, die mit dem Medienwechsel von der großformatigen Glasplatte zum farbigen Kleinbilddia der Populärkultur einhergingen.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 15.1.2010, 18h finden zwei Vorträge statt, die zum einen die Beziehung der akademischen Diaprojektion auf die Kunstpraxis thematisieren und zum anderen die Anfänge der kunsthistorischen Diaprojektion an der Universität Tübingen vorstellen:

  • Susanne Neubauer(Berlin/Zürich): Das Grimm-Graham-Phänomen. Die Diaprojektion als Kunst und als Kunstgeschichte (und was sie uns heute noch zu sagen hat)
  • Julica Hiller-Norouzi (Karlsruhe): Leuchtendes Beispiel – Die Anfänge der Diaprojektion am Kunsthistorischen Institut der Universität Tübingen

 

Pressemitteilung der Eberhard Karls Universität Tübingen



© www.hochschulnachrichten.com    c.kexel

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