Jan G. van der Watt zu Gast an der Evangelisch-Theologischen Fakultät

Johannes Gutenberg-Universität Mainz : An der Evangelisch-Theologischen Fakultät soll ein neuer Forschungsbereich zur frühchristlichen Ethik entstehen. Zu den vielfältigen Aktivitäten im Vorfeld der Gründung gehört auch eine Reihe von Tagessymposien, die sich jeweils einem Aspekt der frühchristlichen Ethik zuwenden. Zur ersten Tagung „Gut, Güter, Güterabwägung – ein missachteter Grundbegriff der Ethik in Antike und Christentum“ wird am 8. Juli der international renommierte Neutestamentler Prof. Jan G. van der Watt aus Nijmegen in Mainz erwartet.

 

Der neue Forschungsbereich „Ethik in Antike und Christentum“ soll auf den bisherigen Forschungstätigkeiten der Professoren Friedrich W. Horn, Ulrich Volp und Ruben Zimmermann im Bereich der frühchristlichen Ethik aufbauen und die jeweiligen Gebiete vernetzen. Er soll mittelfristig in den Forschungsschwerpunkt der Historischen Kulturwissenschaften Mainz (HKW) eingebunden werden und eine Schnittstelle zu aktuellen Fragen der Ethik, beispielsweise in Medizin oder Politik, darstellen. Eine internationale Vernetzung mit führenden Zentren der theologischen Ethik ist vorgesehen.

Die erste Veranstaltung der neuen Tagungsreihe „Mainz Moral Meetings“ steht unter der Überschrift „Gut, Güter, Güterabwägung“ und wird sich u.a. mit der Frage befassen, wie Güter- und Übelabwägung jenseits einer steilen Prinzipienethik einerseits und einer utilitaristischen Nutzenethik andererseits funktionieren kann. Jan G. van der Watt wird dazu über „Goods, Values and Actions. A brief structural description of the process of action creation in New Testament Writings” referieren. Van der Watt wird für zehn Tage Gast an der theologischen Fakultät sein. Neben Planungstreffen im Forschungsbereich "Ethik in Antike und Christentum" möchte er an verschiedenen Lehrveranstaltungen teilnehmen und mit den Studierenden ins Gespräch kommen. Van der Watt ist Autor von mehr als 20 Büchern, Bibelübersetzer und Honorarprofessor an vielen theologischen Fakultäten weltweit. Er ist vor allem durch seine Arbeiten zum Johannesevangelium und zur Ethik des frühen Christentums sowie zur kontextuellen Exegese in Südafrika bekannt geworden.

Pressemitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz



© www.hochschulnachrichten.com   Dienstag, 7. Juli 2009 11:26 c.kexel

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