Hochschule Bremen: INVENT
- Hochschulprogramme
für asiatische Abfallwirtschaft. Im Januar 2009 ist ein im Rahmen des
EU-Asia-Link-Programmes der Europäischen Union (EU) gefördertes Forschungsprojekt abgeschlossen worden. Projektleitung und -koordination des 18-monatigen Projektes
lagen bei
der Hochschule Bremen. Unter dem Namen INVENT (Integrated Waste Management Modules for different Courses of Graduate Studies) fanden neun Projektpartner aus Europa und Asien zusammen.
Neben der Hochschule Bremen waren die
Handelshochschule Leipzig, die Technische Universität Dresden und die
Cardiff
University in Groß Britannien von europäischer Seite beteiligt. Auf asiatischer
Seite waren Projektpartner die King Mongkut´s University of Technology
Thonburi
in Thailand, die Cantho University und die Hanoi
University of Science in Vietnam, die Royal
University of Agriculture in Kambodscha
sowie die National University of Laos.
Dr.
Martin Wittmaier, Leiter des Instituts für Kreislaufwirtschaft (IKrW)
an der
Hochschule Bremen, sowie seine Mitarbeiter, Diplom-Geoökologe Sebastian
Wolff
und Dipl.-Ing. Stefanie Langer, M. Sc., leiteten und koordinierten die
Aktivitäten des Forschungsverbundes.
Bislang
werden maximal nur 70 Prozent der anfallenden Abfallmengen in asiatischen
Ländern umweltgerecht entsorgt. Um
diesen Anteil wirksam zu erhöhen, entwickelten die vier europäischen
und fünf
asiatischen Hochschulen im Rahmen des INVENT-Projektes innovative
Lehrmodule
und multimediale Lehrmaterialien für die Ausbildung von Studierenden in
umweltbezogenen Studiengängen der beteiligten neun Universitäten, die
das
erworbene Wissen in ihren künftigen Berufsfeldern anwenden können.
Weitere
Zielsetzungen des Projektes waren die Förderung des Umweltbewusstseins,
Austausch der aktuellen Wissensstände im Bereich des Umweltschutzes und die Förderung wirtschaftlicher
Zusammenarbeit zwischen der europäischen Gemeinschaft und den Ländern
im
südostasiatischen Raum.
Vertreter
aller neun Projektpartner führten im Oktober 2008 an den vier Partneruniversitäten in Phnom Penh, Can Tho,
Vientiane und Bangkok Workshops und zweitägige Trainingskurse durch, in
denen
die entwickelten Lehrmodule präsentiert und in Fallbeispielen von den
teilnehmenden Studierenden, Lehrenden sowie einigen Vertretern von
kommunalen
Abfallbehörden oder Betreibern von Deponien angewendet wurden. Mit der Evaluierung der Workshops und
Trainingskurse wurde Prof. h. c. Bernhard Szemeitzke vom POLIS-Institut
für
Mensch-Umwelt-Beziehung und Empirische Sozialforschung beauftragt.
Die
Ergebnisse des jetzt beendeten Projektes werden bis April 2009 in Form
von
Final Reports dokumentiert. Das Lehrmaterial wird zurzeit von den
beteiligten
Projektpartnern in die Landessprachen der kooperierenden Länder
übersetzt und
über die Projekt-Website weltweit zugänglich gemacht.
Pressemitteilung der Hochschule Bremen