Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
: Die koronare Herzerkrankung und die ihr zugrunde liegende Arteriosklerose ist die häufigste Todesursache in den Industrieländern. Dies ist zum Teil auf eine mangelhafte Möglichkeit der Früherkennung zurückzuführen. Meist stellen Mediziner koronare Herzerkrankungen erst nach dem Auftreten von Symptomen mittels eines Herzkatheters fest. Nun haben Freiburger Wissenschaftler einen Weg gefunden, mit dem in Zukunft koronare Herzerkrankungen wie Herzinfarkt oder plötzlicher Herztod durch einen einfachen Urintest festgestellt werden könnten.
„Wir haben 17 Proteinfragmente entschlüsselt, die eine Arteriosklerose anzeigen“, erklärt Dr. Constantin von zur Mühlen, Abteilung Kardiologie und Angiologie des Universitätsklinikums Freiburg. Diese Proteinfragmente sind teilweise in Verkalkungen von Gefäßen zu finden, wie sie für die Arteriosklerose typisch sind, und werden über das Blut und die Nieren in den Urin abgegeben. Um diese Proteinmuster im Urin ermitteln zu können, bedarf es einer Massenspektrometrie und einer Kapillarelektrophorese. Der Test lief in einer Gruppe von 67 Personen. Anschließend wurden die Ergebnisse konventionell mittels Herzkatheter überprüft. Dabei ergab sich eine 84-prozentige Übereinstimmung mit den Ergebnissen des Urintests.
Die Ergebnisse der Studie wurden bereits im Januar dieses Jahres in dem international anerkannten Fachjournal „Journal of Proteome Research“ veröffentlicht.
Pressemitteilung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg