Greifswalder holen erstes Internationales Graduiertenkolleg nach MV

Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat einer Gruppe Greifswalder Wissenschaftler unter der Leitung des Historikers Prof. Dr. Michael North das Internationale Graduiertenkolleg 1540/1 „Grenzräume in der Ostseeregion: Der Wandel kultureller und mentaler Grenzen im Ostseeraum“ (Baltic Borderlands: Shifting Boundaries of Mind and Culture in the Borderlands of the Baltic Sea Region) bewilligt. Insgesamt stehen rund 2 Mio. Euro für viereinhalb Jahre zur Verfügung. Dieses Internationale Graduiertenkolleg ist das erste Kolleg in Deutschland, das zusammen mit einer baltischen Universität durchgeführt wird.

Neben der Universität Tartu in Estland arbeitet die Universität Greifswald in diesem Projekt auch mit der Universität Lund in Schweden zusammen. Im Rahmen dieses Internationalen Graduiertenkollegs wird eine gemeinsame Doktorandenausbildung ermöglicht. So werden in den nächsten viereinhalb Jahren ca. 20 Doktoranden und 5 Postdoktoranden in Greifswald, Lund und Tartu gemeinsam mit ihren Betreuern zu mehreren Themenfeldern forschen:

  1. Entstehung und Transformation historischer Grenzräume,
  2. Kulturelle Zusammenhänge von grenzüberschreitenden Handlungen in Grenzregionen,
  3. Ökonomische Durchlässigkeit und Beständigkeit von Grenzen,
  4. Neue Grenzregimes,
  5. Kulturelle Wandlungsprozesse und Reflexionen in den Ostseeanrainerstaaten.

Prof. North und sein Team hatten bereits im Jahr 2000 das erste geisteswissenschaftliche Graduiertenkolleg „Kontaktzone Mare Balticum: Fremdheit und Integration im Ostseeraum“ (GRK 619) der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Mecklenburg-Vorpommern etabliert. „Dieser erneute Erfolg“, so Prof. North, „spiegelt die internationale Bedeutung des universitären Forschungsschwerpunktes Ostseeraum wider. Durch das Internationale Graduiertenkolleg wird die transnational ausgerichtete Ostseeraumforschung nun auch auf eine institutionelle Basis gestellt und trägt so ebenfalls zur Integration der Wissenschaftskulturen in der Ostseeregion bei. Dies ist eine wichtige Weichenstellung für die Gestaltung des europäischen Forschungsraumes.“

Am Kolleg „Baltic Borderlands“ beteiligt sind in Greifswald die Disziplinen Geschichtswissenschaften, Baltische und Slawische Philologien, Psychologie, Politikwissenschaften und Systematische Theologie. Die Fächer werden in Lund und Tartu noch von Ethnologie, Geographie und Kommunikationswissenschaft bereichert.

Pressemitteilung der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald



© www.hochschulnachrichten.com    c.kexel

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