Geschichtsbilder von Hubertus Giebe

Universität des Saarlandes : Schlachten und Kriege haben die Geschichte geprägt. Das wird in den neun Radierungen des Malers Hubertus Giebe deutlich, die derzeit im Präsidialamt der Saar-Uni ausgestellt sind. Die Werke stammen aus der Folge „Die Blechtrommel“, in Anlehnung an den gleichnamigen Roman von Günter Grass, der zu den wichtigsten Erzählungen der deutschen Nachkriegsliteratur gehört.

Giebes Roman-Illustrationen sind in schwarz-weiß gehalten und tragen Titel wie „Danzig/Überfall“, „Mystisch, Barbarisch, Gelangweilt“ und „Der Schrei“. Zu sehen sind zum Teil fallende, schreiende Gestalten, Menschen wie mit Blut befleckt und Tote. Im Werk „Die Blechtrommel“ ist auch Oskar Matzerath, die Hauptfigur des Romans, mit seinem Instrument dargestellt. Giebe schuf diese und weitere 31 Radierungen für eine seltene Sonder-Ausgabe der „Blechtrommel“, die im Jahr 1990 im Verlag Volk und Welt erschienen ist. Komplettiert wird die Ausstellung im Präsidialamt durch zwei Plakate, mit denen für Ausstellungen Giebes geworben wurde.

Der Künstler Hubertus Giebe wurde 1953 in Dohna bei Dresden geboren. Von 1974 bis 76 studierte er an der Dresdner Hochschule Malerei und Grafik und wurde auf eigenen Wunsch exmatrikuliert. 1978 erwarb er ein externes Diplom an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, anschließend wurde er für ein Jahr Meisterschüler an der gleichen Hochschule. Neben Lehrtätigkeiten an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden und der Universität Dortmund war Hubertus Giebe als freischaffender Künstler tätig und organisierte verschiedene Ausstellungen. Außerdem engagierte sich der Künstler auch politisch. So hielt er am 19. November 1989 eine Rede auf der Demonstration der Dresdner Künstlerverbände für Meinungsfreiheit, Demokratie und politischen Wandel. Für seine Kunstwerke erhielt er mehrere Preise, darunter im Jahr 2007 den Wilhelm-Morgner-Preis für Malerei. Hubertus Giebe lebt und arbeitet in Dresden.

Seit 1985 wird die Ausstellungsreihe „Kunst im Präsidialamt“ von dem Maler, Grafiker und Professor für Bildende Kunst und Kunsterziehung Karl Otto Jung organisiert. Dabei sind mittlerweile über 50 Ausstellungen entstanden.

Ausstellung bis Ende September 2009
montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr

Universitätscampus Saarbrücken, Präsidialgebäude A2 3, 1. OG

Pressemitteilung der Universität des Saarlandes



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