Geld verheizt – Energie gespart?

Hochschule Reutlingen: Rechnen sich alle Energie-Einspar-Maßnahmen unterm Strich ökonomisch und ökologisch tatsächlich? Kennen sich öffentliche und nichtöffentliche Betriebe sowie Privatpersonen damit überhaupt aus? In einer Studie an der Hochschule Reutlingen gingen Studentinnen im Rahmen ihrer Abschlussprüfung zum Bachelor of Science an der Fakultät für Angewandte Chemie diesen Fragen nach. Sie kamen zu überraschenden Ergebnissen.

Lohnt sich professionelle und unabhängige Energie-Einspar-Beratung? Wer diese Frage stellt, muss sich nur mit den Ergebnissen der Marktstudie der Studentinnen Nathalie Uhrich, Natascha Lenhart, Elsa Susemichel und Kathrin Müller von der Hochschule Reutlingen befassen. Dann wird deutlich, dass es gute Gründe gibt, sich vor größerem finanziellem Engagement sehr differenziert mit Energie-Einspar-Maßnahmen zu beschäftigen. Sonst kann es leicht passieren, dass Geld verheizt und auch in der ökologischen Bilanz überhaupt nicht gespart wird.

Öffentliche und private Einrichtungen sowie Haushalte im Raum Stuttgart, Esslingen, Reutlingen und Tübingen haben die Studentinnen befragt, um Daten für ihre Marktanalyse in Sachen Energie-Einsparung zu bekommen. Betreut wurden die Studierenden vom Sachverständigen Hans-Martin Bregler aus Stuttgart, Jörg Stimpfig, ihrem Dozenten für Marketing, sowie von Prof. Dr. Carl-Martin Bell von der Fakultät für Angewandte Chemie an der Hochschule Reutlingen.

Rund 65 Prozent derjenigen, die sich überhaupt beraten ließen, holten sich Informationen und Rat bei Handwerkern oder Energielieferanten. Etwa 22 Prozent der Ratsuchenden befragten ein unabhängiges Ingenieurbüro und neun Prozent die Verbraucherzentrale, bevor sie Energie-Einspar-Maßnahmen trafen. Unabhängige Beratung ist jedoch wichtig – es geht bei den durchschnittlichen Gesamtkosten für eine neue Heizungsanlage in einem Musterobjekt im Laufe von 20 Jahren um 33.000 bis 41.000 Euro.

Ihre Energiekosten nachhaltig senken möchten mehr als 98 Prozent der Befragten. Aber nur zehn bis 15 Euro will die Mehrheit der befragten Privatpersonen pro Quadratmeter beheizte Fläche in eine Heizungsmodernisierung investieren, um dann zehn Prozent Heizkosten zu sparen: „Dies ist in etlichen Fällen zu erreichen, bedarf aber genauer Analyse und Beratung im Einzelfall", erläutert Hans-Martin Bregler, Fachbetreuer der Studie.

Pressemitteilung der Hochschule Reutlingen



© www.hochschulnachrichten.com    c.kexel

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