G.-D.-Baedeker-Preis 2009 für Manuel Blickle

Universität Duisburg-Essen : Dr. Manuel Blickle, Jahrgang 1972, Mathematiker an der Universität Duisburg-Essen hat jetzt den mit 5.000 Euro dotierten Gottschalk-Diederich-Baedeker- Preis erhalten, der in diesem Jahr zum 25. Mal vergeben wurde. In seiner ausgezeichneten Habilitationsschrift untersucht der Preisträger Singularitäten algebraischer Räume in positiver Charakteristik. Eine Singularität ist eine Stelle, an der ein mathematisches Objekt irgendeine Besonderheit aufweist. Diese Besonderheiten erforscht er mithilfe der p-ten Potenzabbildung, welche in positiver Charakteristik von großer Bedeutung ist.

Der gebürtige Stuttgarter studierte zunächst Mathematik in Freiburg. Nach seinem Vordiplom wurde Blickle in die Studienstiftung des Deutschen Volkes aufgenommen und ging kurz darauf als Max-Kade-Stipendiat an die University of Michigan in Ann Arbor/USA. Dort erlangte er 1997 den Master of Science (Mathematik) und promovierte 2001 zum Doktor der Mathematik (PhD) mit dem Thema The intersection homology D-module in positive characteristic. Anschließend begann seine Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Esnault-Viehweg-Böckle des Fachbereichs Mathematik der Universität Duisburg-Essen. Diese wurde 2002 durch einen einjährigen Forschungaufenthalt am Mathematical Sciences Research Institute (MSRI) in Berkeley, USA, unterbrochen. Zum 1. April 2009 hat er - ebenfalls in Essen - ein Heisenbergstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft angetreten.

Der G.-D.-Baedeker-Preis wurde 1984 von dem Essener Unternehmer Dr. h.c. Hans Friedrich Sutter ausgelobt und im folgenden Jahr erstmals vergeben. Er ist benannt nach Gottschalk Diederich Baedeker, der 1775 in Essen die gleichnamige Traditionsbuchhandlung begründete. Seit dem Jahr 2000 führt die Essener G. D. Baedeker Stiftung diese Tradition fort und vergibt einmal jährlich den Preis für herausragende Arbeiten aus den Bereichen Natur- und Ingenieurwissenschaften, die von der Universität Duisburg-Essen zur Habilitation oder Promotion angenommen werden. Darüber hinaus fördert die G. D. Baedeker Stiftung kulturelle und wissenschaftliche Projekte in Essen.

Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen



© www.hochschulnachrichten.com   Dienstag, 2. Juni 2009 13:18 c.kexel

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