Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
: Gewalt im Umfeld von Fußballspielen ist leider kein Einzelfall mehr. Immer wieder gibt es Schwierigkeiten zwischen einigen Fußballfangruppen und der Polizei. Diese Entwicklung ist nicht neu, hat sich mit der Zeit aber immer weiter zugespitzt. Auf beiden Seiten wird mittlerweile von „Feindbildern“ gesprochen, was den Umgang miteinander verschärft. Die Zukunftswerkstatt „Fußballfans und Polizei – Abbau der Feindbilder“, unter der Leitung von Prof. Gunter A. Pilz, Institut für Sportwissenschaft der Leibniz Universität Hannover, möchte diese Entwicklung stoppen. Finanziert wird die Zukunftswerkstatt vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres, Sport und Integration. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden vom niedersächsischen Innenminister Uwe Schünemann (CDU) begrüßt.
Um Feindbilder abzubauen, müssen Wege der Kommunikation, des Meinungs- und Erfahrungsaustauschs gefunden werden. Verschiedene Plenen bieten dazu Gelegenheit. Durch eine Intensivierung der Kontakte können Feindbilder abgebaut, soziale Distanz zwischen Fans und Polizei vermindert und damit ein weniger emotionsgeladenes Verhalten zwischen Polizei und Fans geschaffen werden. Je besser die Konfliktpartner über Handlungsmuster, -intentionen und –zwänge Bescheid wissen, je besser sie die Spielregeln ihres Gegenübers kennen, desto weniger Feindbilder entstehen.
Teilnehmende an der Zukunftswerkstatt sind Fans, Fanbeauftragte der Vereine, Fanprojektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter der 1.-5. Liga, szenekundige Polizeibeamtinnen und –beamte, Einsatzleiter und Vertreter der Bundespolizei.
Pressemitteilung der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover