Führende Pseudomonas- Forscher treffen sich zum Internationalen Kongress

Medizinische Hochschule Hannover : Pseudomonas ist eine Bakteriengattung, die bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem gefährliche Infektionen auslösen kann: dazu gehören Lungenentzündungen, Blutvergiftung oder die Infektion von Wunden. Besonders gefährdet sind Patienten auf Intensivstationen, Verbrennungsopfer oder Krebspatienten.

Bei Patienten mit Mukoviszidose ist eine durch Pseudomonas verursachte Lungenentzündung die häufigste Todesursache. Patienten mit COPD (Chronisch-obstrukitve Lungenerkrankung, "Raucherhusten") tragen ebenfalls ein hohes Risiko, sich lebensgefährlich mit diesem Keim zu infizieren - nach WHO-Schätzungen könnte die COPD in zwanzig Jahren die dritthäufigste Todesursache sein. Die zwölfte internationale Pseudomonas-Konferenz in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) versammelt vom 13. bis zum 17. August 2009 die weltweit führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Pseudomonas-Forschung. Die Tagung findet zum ersten Mal in Deutschland statt. "Die MHH hat sich gemeinsam mit dem HZI und der TU in Braunschweig in den vergangenen Jahren zu Europas führendem Zentrum in der Pseudomonasforschung entwickelt", betont Professor Dr. Burkhard Tümmler, MHH-Klinik für Kinderheilkunde, Pädiatrische Pneumologie und Neonatologie und Organisator des Kongresses.


Pseudomonaden sind allgegenwärtig in der Umwelt - im Boden, im Wasser, aber auch auf oder in Pflanzen und Tieren. Und obwohl sie hier ebenfalls Krankheiten auslösen können, gibt es auch Arten, die zum Beispiel Pflanzen schützen, indem sie andere Mikroorganismen verdrängen. Auf der Tagung diskutieren deshalb nicht nur Mediziner, sondern auch Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen wie zum Beispiel Biotechnologen, Mikrobiologen, Ökologen oder Agrarwissenschaftler über dieses physiologisch hochflexible Bakterium.

Die Tagung ist gleichzeitig die Abschlussveranstaltung des Europäischen Graduiertenkollegs "Pseudomonas: Pathogenicity and Biotechnology", das seit dem Jahr 2000 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wurde. Insgesamt fünf Institutionen forschten unter anderem an der Entstehung und Therapie des Erregers: die MHH, das Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung (HZI), das Rigshospitalet der Universität Kopenhagen, die TU Braunschweig sowie die Technical University of Denmark. Die Kooperation zwischen MHH und HZI wird mit weiteren europäischen Partnern in Projekten zur Systembiologie von Pseudomonaden fortgeführt.

Pressemitteilung der Medizinischen Hochschule Hannover



© www.hochschulnachrichten.com    c.kexel

Bewerten Sie diesen Artikel

Aktionen

Architektur

Ausstellungen

Bauprojekte

Geologie

Geschichte

Gesellschaft

Handel

Hochschule allgemein

IT

Jura

Kooperationen

Kunst

Lehre

Linguistik

Literatur

Maschinenbau

Medien

Medizin

Namen & Leute

Naturwissenschaft

Pädagogik

Philosophie

Politik

Preise

Psychologie

Stipendien

Tagungen

Technik

Theologie

Umwelt

Veranstaltungen

Verkehr

Veröffentlichungen

Vorträge

Wirtschaft

aktuell



An der accadis Hochschule Bad Homburg Management studieren

HN.com durchsuchen:

  

© 2020 Hochschulnachrichten,  Alle Rechte vorbehalten.  Impressum | Anmelden