Filmakademie-Absolventen und –Studierende nominiert

Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg: Unter den Nominierten für den renommierten Studio Hamburg Nachwuchspreis befinden sich auch in diesem Jahr wieder Studierende und Absolventen der Filmakademie Baden-Württemberg: Neben Johanna Stuttmann, die für ihr Drehbuch zu dem Spielfilm „Nacht vor Augen“ nominiert ist, haben auch Lisa Grözinger und Christopher Zwickler (Producer des Langspielfilms „Kronos“) sowie Matthias Adler (Producer des 90-Minüters „Novemberkind“) Chancen auf einen der begehrten Nachwuchspreise.

Studio Hamburg vergibt Preise in den fünf Kategorien Regie, Drehbuch, Spielfilm und Kurzfilm (Publikumspreis) an junge Talente aus dem Film- und Fernsehbusiness. Die Nominierungen für den Günter Strack Fernsehpreis für schauspielerische Leistungen werden zu einem späteren Zeitpunkt ausgewählt.

Johanna Stuttmanns Buch für den Spielfilm „Nacht vor Augen“ konkurriert mit zwei Produktionen der Hamburg Media School („Sores & Sirin“ von Serkal Kus und „Anker werfen“ von Florian Öller) um den Sieg in der Kategorie „Bestes Drehbuch“. Das Skript der Drehbuch-Absolventin war bereits 2007 mit dem Thomas-Strittmatter-Preis der MFG Filmförderung ausgezeichnet worden und erzählt die Geschichte des Bundeswehrsoldaten David, der von einem Afghanistan-Einsatz in sein Schwarzwald-Dorf zurückkehrt. David will genauso wenig wie seine Freunde und Verwandten darüber nachdenken, ob dieser Einsatz mehr war als ein erfolgreich überstandenes Abenteuer. Doch seine unterdrückte Verstörung bricht sich Bahn in der Beziehung zu seinem kleinen Halbbruder Benny, den er "zum Mann erziehen" will: beim Fußballtraining, in Gesprächen über Angst, schließlich bei Nahkampfübungen im Wald.

Die Kategorie „Bester Spielfilm“ bewertet die Gesamtleistung des Produzenten. Neben Fabian Winkelmann von der HFF Potsdam („Must Love Death”) sind hier gleich drei Filmakademie-Absolventen für Ihre Leistungen nominiert. So liefern sich Lisa Grözinger und Christopher Zwickler als Producer des Familiendramas „Kronos“ ein Kopf an Kopf-Rennen mit ihrem ehemaligen Kommilitonen Matthias Adler, der als Producer des Spielfilms „Novemberkind“ nominiert ist.

Der auf einem griechischen Mythos basierende Spielfilm „Kronos“ (Regie: Olav F. Wehling) erzählt in großartigen Bildern von den Titanen Kronos, Rhea, Uranos und Gaia. In dieser modernen Variante verlässt die Familie ihre bisherige Heimat und flieht mit dem Auto in die Wüste. Mit jedem Kilometer steigt die Ungewissheit, ob die Familie jemals wieder fruchtbaren Boden erreichen wird. Als schließlich auch noch das Benzin ausgeht, ist die Gruppe komplett auf sich allein gestellt und beschließt, die Wüste zu Fuß zu bezwingen…

„Novemberkind“ ist ein atmosphärisch dicht gewebtes Melodram über eine junge Frau auf den Spuren ihrer deutsch-deutschen Vergangenheit. Inga wächst in einem kleinen Dorf in Mecklenburg auf. Ihre Mutter Anne ist laut Erzählung der Großeltern in der Ostsee ertrunken. Eines Tages taucht der Literaturprofessor Robert in Ingas jetzigem Wohnort Malchow auf und behauptet, Anne vor ein paar Jahren in Konstanz getroffen zu haben. Für Inga brechen Welten zusammen, als sie entdeckt, dass Robert Recht hat. Das ganze Dorf scheint von Annes Flucht in den Westen gewusst zu haben. Aber was ist damals wirklich passiert? Inga trifft auf Schweigen, Verdrängung, Schuldgefühle. Warum hat ihre Mutter sie damals in der DDR zurückgelassen? Inga bittet Robert, ihr bei der Suche nach Anne zu helfen. Eine Spurensuche quer durch Deutschland beginnt, bei der immer deutlicher wird, dass Roberts Auftauchen in Ingas Leben kein Zufall ist.

„Novemberkind“ ist eine Koproduktion der Sommerhaus Filmproduktion mit der Filmakademie Baden-Württemberg und der SWR Redaktion „Debüt im Dritten“. Gefördert wurde der Film von der MFG Filmförderung Baden-Württemberg.

"Der Studio Hamburg Nachwuchspreis gehört zu den anerkanntesten Aktivitäten im Bereich der Nachwuchsförderung für Film und Fernsehen“, so Prof. Thomas Schadt, Direktor der Filmakademie Baden-Württemberg. „Nicht zuletzt auch, weil sich viele Nachwuchspreisträger mittlerweile einen festen Platz in der Film- und Fernsehlandschaft erobert haben. Nicht nur deswegen ist bereits eine Nominierung eine tolle Chance für den Sprung ins professionelle Filmgeschäft.“

Der Studio Hamburg Nachwuchspreis wurde als erster Branchenpreis zur Förderung von jungen, kreativen Talenten 1997 gegründet und entwickelte sich schnell zu einem der wichtigsten Förderpreise in Deutschland. Besonderes Merkmal dieser Auszeichnung ist die hochkarätig besetzte Jury, zu der die Entscheidungsträger der Branche zählen. So kann auch die zwölfte Auflage des Nachwuchspreises mit einer ganzen Reihe an renommierten Filmschaffenden, Sendervertretern, Produzenten und Fachjournalisten aufwarten: Neben Lars Becker (Regisseur), Birgit Brandes (ProSieben), Maren Eggert (Schauspielerin), Doris J. Heinze (NDR), Alfred Holighaus (Berlinale), Joachim Kosack (Sat.1), Michael Lehmann (Produzent), Ulrich Lenze (Cinecentrum) und Hubertus Meyer-Burckhardt (Produzent) gehören auch Kerstin Ramcke (Produzentin), Caroline von Senden (ZDF), Barbara Thielen (RTL), Ruth Toma (Autorin) und Martin Willich (Produzent) zur hochkarätig besetzten Jury.

Die Verleihung der Preise findet am 3. Juni 2009 im Rahmen einer Gala statt.

Weitere Informationen unter www.nachwuchspreis.de

Pressemitteilung der Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg



© www.hochschulnachrichten.com    c.kexel

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