Universität Hildesheim: Am 19. März findet an der Stiftung Universität Hildesheim die Fachtagung „Förderunterricht: Individuelles Lernen in heterogenen Kleingruppen“ statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Frage, wie das individuelle Lernen in heterogenen Kleingruppen besonders lernwirksam organisiert werden kann. Die Tagung wird von der Stiftung Mercator unterstützt und in Zusammenarbeit mit dem Team des Projektes „Förderung für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund“ am Institut für Erziehungswissenschaft, Abteilung angewandte Erziehungswissenschaft der Universität Hildesheim ausgerichtet.
Die Stiftung Mercator fördert seit 2004 das bundesweite Projekt „Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund“ mit zehn Millionen Euro. Das Ziel ist die Verbesserung der sprachlichen und fachlichen Fähigkeiten von Schülern mit Migrationshintergrund. Im „Förderunterricht“ erhalten diese Schüler zwei bis vier Stunden pro Woche eine außerschulische, kostenfreie Förderung in Kleingruppen, die von Lehramtsstudierenden erteilt wird. Dabei werden die künftigen Lehrer von einer Hochschule im Bereich „Deutsch als Zweitsprache“ intensiv und nachhaltig geschult. Das Projekt beschreitet damit neue Wege: Es zielt nicht nur auf die Verbesserung der Schülerleistung, sondern auch auf eine praxisorientierte Lehrerausbildung. An der Universität Hildesheim wird das Projekt seit 2005 in Kooperation mit dem Asyl e.V. realisiert und von der Stiftung Mercator mit insgesamt rund 180.000 Euro gefördert. Darüber hinaus unterstützen die Bürgerstiftung Hildesheim, der Lions-Club Hildesheim-Rose und Frau Margot Möller Meyer mehrere Förderunterrichtgruppen finanziell. Die Studierenden werden auf ihre Tätigkeit in entsprechenden Seminaren bzw. Workshops vorbereitet und während der Förderung von den Lehrenden der Universität Hildesheim betreut. Im begleitenden Forschungsprojekt „Individuelle Lernförderung“ (ILF) werden Prozesse der Förderdiagnostik, -planung und -durchführung sowie die Kompetenzen und die Adaptationsprozesse der Lehrer untersucht.
Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:
Prof. Dr. Anatoli Rakhkochkine
Universität Hildesheim Institut für Erziehungswissenschaft
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D-31141 Hildesheim
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Pressemitteilung der Universität Hildesheim