Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
: Die Deutsche Psychoanalytische Vereinigung (DPV) und die Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft (DPG) verleihen 2009 erstmalig den Sigmund-Freud-Kulturpreis. Der neu gestiftete Preis ist mit 3000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre an Nicht-Psychoanalytiker vergeben, die die Psychoanalyse in kreativ-kritischer Weise aufnehmen und verwenden. Ausgezeichnet werden sollen Geistes- und Kulturwissenschaftler sowie Schriftsteller, Regisseure, bildende Künstler und Musiker, deren Schaffen die Bedeutung der Psychoanalyse neu beleuchtet.
Erster Preisträger ist der Religions- und Kulturphilosoph Prof. Dr. Christoph Türcke. Seine großen Bücher der letzten Jahre – von Erregte Gesellschaft (2002) über Vom Kainszeichen zum genetischen Code (2005) bis zu Philosophie des Traums (2008) – nehmen zentrale Elemente des Denkens Freuds auf und zeigen in exemplarischer Weise, dass die Psychoanalyse für ein gründliches Verständnis unserer gegenwärtigen soziokulturellen Verhältnisse und ihrer Auswirkungen auf den Einzelnen unverzichtbar ist. Christoph Türcke erhielt 1993 den an Ruf die Hochschule für Grafik und Buchkunst und lehrt zudem seit 1995 Philosophie an der Universität Leipzig. Ausführliche Informationen über ihn sind zu finden unter: www.hgb-leipzig.de/personen
Die Preisverleihung findet am 19. November 2009 im Rahmen der Herbsttagung der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung Psychoanalyse, Gesellschaft, Kultur in Bad Homburg statt.
Pressemitteilung der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig