Bergische Universität Wuppertal: Nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs werden noch immer zwei Menschen vermisst und die Aufräumarbeiten konnten noch nicht einmal beginnen. Auch wenn die Suche nach den Vermissten derzeit absoluten Vorrang besitzt, sicher ist, dass der Einsturz auch für die Wissenschaft eine Katastrophe ist.
In den Trümmern des Kölner Stadtarchivs liegen unersetzliche Archivalien der deutschen Kulturgeschichte, Material dass Gegenstand einer Vielzahl von wissenschaftlichen Arbeiten von Doktoranten und Examenskandidaten verschiedenster Hochschulen ist.
Ob diese Arbeiten nun jemals abgeschlossen werden können ist zurzeit fraglich.
Wie groß der Schaden auch sein mag, sicher scheint, dass die Originale, immerhin 65.000 Urkunden, so sie gerettet werden können, auf Jahre nicht mehr zugänglich sein dürften. Eine fatale Situation für Doktoranten und Studierende in der Examensphase.
Eckhard Freise, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Wuppertal, rät Diplomanden und Doktoranten jedoch zur Ruhe. In einem Interview im Deutschlandfunk riet er betroffenen Studierenden schnellstmöglich Kontakt zu ihren Examensbetreuern, Doktorvätern und dem jeweiligen Prüfungsamt aufzunehmen um zu prüfen, wie trotz des Einsturzes die wissenschaftlichen Arbeiten beendet werden können. Zudem regte er an, die betroffenen Fachstudenten mit Werksverträgen auszustatten, sodass diese dann bei den Aufräumarbeiten dank ihrer Sachkenntnis helfen könnten.
(pk)