Albert-Ludwigs-Universität Freiburg: Dr. Chantal Ruppert-Winkel von der Universität Freiburg wird als eine von zwölf Nachwuchsgruppenleiterinnen und Nachwuchsgruppenleitern im Programm „Sozial-ökologische Forschung“ (SÖF) des BMBF gefördert.
Ihr Forschungsprojekt „EE-Regionen: Sozialökologie der Selbstversorgung“ mit einem Förderbudget von 1,95 Millionen Euro will Erfolgsbedingungen von Strategien zur selbstständigen Energieversorgung (Strom und Wärme) von Kommunen und Regionen auf der Basis von Erneuerbaren Energien (EE) untersuchen und Handlungsempfehlungen für kommunale Entscheidungsträger entwickeln. Die Federführung der Forschungsarbeiten liegt beim Zentrum für Erneuerbare Energien (ZEE) der Universität Freiburg. Forschungspartner sind Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler der Universität Hohenheim (Institut für Land- schafts- und Pflanzenökologie) und des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung gGmbH (IÖW). In das Projekt eng eingebunden sind vier Partnerkommunen.Neben wissenschaftlichen Forschungszielen verfolgt das SÖF-Programm des BMBF als Förderziel herausragende Nachwuchswissenschaftler dabei zu unterstützen, sich auf dem Gebiet der sozial-ökologischen Forschung zu etablieren. Im Projekt von Ruppert-Winkel wirken zwei Postdocs, fünf Doktoranden und Masterstudierende zusammen.
Ohne regionales Engagement können auf höherer Ebene politisch vereinbarte Klimaschutzziele wie auch energiepolitische Zielsetzungen nicht erreicht werden. Regionale Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien bei Strom und Wärme und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und -einsparung können hierzu einen entscheidenden Beitrag leisten. Die Forscher arbeiten vier Jahre lang eng mit vier Partnerkommunen zusammen, die sich ein entsprechendes Ziel gesetzt haben und bereits heute schon erfolgsversprechende Strategien verfolgen: die Landkreise Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen) und Schwäbisch Hall (Baden-Württemberg) sowie die Gemeinden Morbach (Rheinland-Pfalz) und Wolpertshausen (Baden-Württemberg). Damit werden ländliche Räume in ihrer nachhaltigen Entwicklung gestützt und gleichzeitig herausragende Nachwuchswissenschaftler unterstützt, sich auf dem Gebiet der sozial-ökologischen Forschung zu etablieren.
Pressemitteilung der
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg