Technische Universität Dortmund
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Das Gesundheitshaus zählt zu den schönsten Bauten der 1950er Jahre in Dortmund. Die Stadt als Bauherr bemühte sich in den kargen Jahren nach dem Krieg um eine herausragende Architektur. Das Ergebnis war nicht nur technisch auf dem neusten Stand, sondern verkörperte einen außergewöhnlichen künstlerischen und sozialen Anspruch. Das wohl bekannteste Bauwerk des Dortmunder Architekten Will Schwarz, der unter anderem auch den Fernsehturm “Florian” errichtete, steht seit 1993 unter Denkmalschutz. Heute ist es außerordentlich wertvoll, auch weil es als eines der letzten Bauwerke dieser Zeit so außergewöhnlich gut erhalten ist – ein kleines Juwel in der Stadt. Eine vom Lehrstuhl Geschichte und Theorie der Architektur an der TU Dortmund organisierte Ausstellung im Gesundheitshaus dokumentiert jetzt die Entstehungsgeschichte des Gebäudes und erläutert dessen architektonische Qualität, die sich sogar auf die Gesundheit der Besucher auswirken soll.
Wie angenehm müsste es sein, wenn man ein Gesundheitsamt betritt und sich dabei nicht gleich ganz krank fühlt, sondern gesund und zuversichtlich! Das dachte sich der Dortmunder Architekt Will Schwarz, als er ab 1953 das Gesundheitshaus entwarf. Die Architektur des Hauses selbst, die Farben, das Licht und die Materialien sollten den Behördengang für die Besucher zu einem angenehmen Erlebnis werden lassen – und den Alltag der Mitarbeiter verschönern. Umgesetzt wurde diese Idee im zurückhaltend-eleganten Stil der 1950er Jahre.
Das Gesundheitshaus
Das Gesundheitshaus zählt zu den schönsten Bauten der 1950er Jahre in Dortmund. Die Stadt als Bauherr bemühte sich in den kargen Jahren nach dem Krieg um eine herausragende Architektur. Das Gesundheitshaus war nicht nur technisch auf dem neusten Stand, sondern verkörperte einen außergewöhnlichen künstlerischen und sozialen Anspruch. Die Konzepte von damals sind bis immer noch aktuell. Heute werden sie, z.B. im Netzwerk „Gesunde Städte“ als wichtiges Instrument der Gesundheitspolitik angesehen. Die Architektur ist dafür wichtig: im Gesundheitshaus sind alle kommunalen Institutionen an einem Ort zusammengefasst. Die Schlagworte lauten Bürgernähe, Serviceorientierung und Transparenz.
Das Haus gehört zu den bekanntesten Bauwerken des Dortmunder Architekten Will Schwarz (1907-1992), der u.a. auch den Fernsehturm “Florian” errichtete. Das Gebäude steht seit 1993 unter Denkmalschutz. Heute ist es außerordentlich wertvoll, auch weil es als eines der letzten Bauwerke dieser Zeit so außergewöhnlich gut erhalten ist – ein kleines Juwel in der Stadt.
Kunst und ArchitekturWie angenehm müsste es sein, wenn man ein Gesundheitsamt betritt und sich dabei nicht gleich ganz krank fühlt, sondern gesund und zuversichtlich! Das dachte sich der Dortmunder Architekt Will Schwarz, als er ab 1953 das Gesundheitshaus entwarf. Die großzügige Verwendung von Glas und farbigem Glasmosaik sollte einen künstlerischen „Beitrag zur Gesundheitspflege“ leisten. In einem Artikel der Einweihungsfestschrift schrieb Schwarz: „Es wurde bei diesem Bau angestrebt, denen, die in ihm ihr Leben dem Dienst an der Erhaltung der Gesundheit der Menschen widmen, und denen, die in ihm bei jenen Rat und Hilfe suchen, eine Umgebung zu schaffen, die sie nicht bedrückt. Dementsprechend wurde viel heitere Farbe verstrichen, und durch viele große Glasflächen steht es dem Himmel und den Wolken frei, in die Arbeitsräume von der Weite und der Freiheit, die ihnen eigen sind, einen Hauch hineinzutragen.“ Eine Hauptintention des Architekten war es also, den Besuchern Schwellenängste zu nehmen und ihnen den Aufenthalt im Gebäude so angenehm wie möglich zu gestalten.
Gesundheit ist das Thema der Kunstwerke im Treppenhaus. Aber auch die Architektur selbst, die Farben, das Licht und die Materialien sollten den Behördengang für die Besucher zu einem angenehmen Erlebnis werden lassen – und den Alltag der Mitarbeiter verschönern. Umgesetzt wurde diese Idee im zurückhaltend-eleganten Stil der 1950 Jahre. Auch wenn das Haus heute etwas abgenutzt ist, kann es immer noch durch seine zarten Details und harmonischen Farben bezaubern.
AusstellungDie Ausstellung wurde von der TU Dortmund am Lehrstuhl für Geschichte und Theorie der Architektur in Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Architekten Dortmund erarbeitet und zeigt mit vielem, bislang unpubliziertem, zeitgenössischen Material, welche besonderen Qualitäten das Gebäude hat, wie es entstanden ist und was man sich einst bei seiner Konzeption dachte.
Die Ausstellung dokumentiert die Entstehungsgeschichte des Gebäudes und erläutert dessen architektonische Qualitäten. Anhand von Fotos, Plänen und Dokumenten aus den 1950er Jahren wird die Bauzeit wieder lebendig. Darüber hinaus möchte die Ausstellung anregen, das Bauwerk selbst etwas genauer in den Blick zu nehmen. Als Orientierungshilfen sind im Haus Erläuterungstafeln verteilt, die die verschiedenen Ausstattungsdetails erklären. Kuratiert wurde die Ausstellung von Dr. Sonja Hnilica und Dr. Markus Jager.
Forum Stadtbaukultur Dortmund
31. August 2009, 19:00–21:00 Uhr
In einer Veranstaltung des Forums Stadtbaukultur im Gesundheitshaus wird auch die Frage erörtert, wie dieser für Dortmund einmalige und unschätzbare Bau in Zukunft erhalten werden kann. Dazu werden Fachleute u.a. aus Berlin erläutern, wie sich ein solcher Kunst-Bau der 50er Jahre denkmalgerecht sanieren und umnutzen lässt und welche Rolle die Nachkriegsarchitektur heute spielt.
ProgrammStadtdirektor Ullrich Sierau:
Begrüßung zum FORUM
Dr. Sonja Hnilica, TU Dortmund:
Das Gesundheitshaus in Dortmund. 50 Jahre Architektur und Kunst
PD Dr. Kerstin Wittmann-Englert, TU Berlin:
Zum Umgang mit der 50er-Jahre-Architektur in Deutschland
Prof. Karl-Heinz Winkens, FH Potsdam:
Lässt sich die Moderne konservieren? Das Haus Hardenberg in Berlin
anschließend Diskussion
Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Sonne, TU Dortmund
Ort: Gesundheitshaus Dortmund, Hövelstr. 8, 44137 DortmundAusstellung
50 Jahre Architektur und Kunst – das Gesundheitshaus Dortmund
31. August bis 16. Oktober 2009
Montag bis Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr
im 2. OG und ausgewählten Räumen des Gesundheitshauses Dortmund
Pressemitteilung der Technischen Universität Dortmund