RWTH Aachen
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Zum ersten Mal erhielten jetzt Absolventen des Bachelor-Studiengangs Chemie an der RWTH Aachen ihre Urkunden. Er wurde im Rahmen des Bologna-Prozesses im Wintersemester 2006/2007 eingeführt und umfasst insgesamt sechs Semester. In den ersten fünf Semestern werden Basiswissen in den chemischen Teildisziplinen sowie solide Grundkenntnisse in Mathematik und Physik vermittelt. In außerfachlichen Modulen können die Studierenden zudem unter anderem Fremdsprachen erlernen und sich Kenntnisse in EDV, Wirtschafts- und Rechtsfragen oder Präsentationstechniken aneignen. Im sechsten Semester wird die Bachelorarbeit erstellt: Hier sollen das bisher erworbene praktische Handwerkszeug und das theoretische Wissen in einem Forschungsschwerpunkt der Chemie Anwendung finden.
Rund 200 Teilnehmer - davon vierundvierzig Absolventen - waren bei der Feierstunde für die Absolventen dabei. Den feierlichen Auftakt lieferten zwei Saxophonistinnen mit kanonischen Sonaten von Telemann. Als Fachgruppensprecher der Chemie gab Professor Manfred Martin einen kurzen Abriss über die Entwicklung der Abschlüsse Diplom und Bachelor. Die Absolventin Annalena Schriever fasste stellvertretend für ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen ihre Eindrücke aus dem Studium zusammen. Sie äußerte sich positiv über die Qualität der Lehre in der Chemie, kritisierte aber eine gewisse Verschulung des Bachelorstudiums. Die Überreichung der Urkunden erfolgte durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses Chemie, Professor Elmar Weinhold.
Seit diesem Wintersemester 2009/2010 wird an der RWTH auch der weiterführende Master-Studiengang Chemie angeboten, der die chemischen Kenntnisse aus dem Bachelorstudium in Theorie und Praxis vertieft. Er umfasst nochmals vier Semester und bietet ähnlich vielfältige Berufsmöglichkeiten wie das bisherige Diplomstudium.
Pressemitteilung der RWTH Aachen