Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
: Zum Abschluss der vierten und letzten Förderperiode veranstaltet der Sonderforschungsbereich „Glaukome“ (SFB 539) an der Universität Erlangen-Nürnberg am 6. und 7. März 2009 ein Symposium. Die Mitglieder des SFB werden über ihre Arbeitsergebnisse berichten und internationale Gäste aktuelle Forschungsschwerpunkte aus den Bereichen Grundlagenforschung, klinischer Diagnostik und Therapie präsentieren.
Der medizinische Sonderforschungsbereich mit dem ausführlichen Titel
„Glaukome einschließlich Pseudoexfoliations-Syndrom“ startete im
Juli 1997 unter der Leitung von Prof. Dr. Gottfried Otto Helmut Naumann.
Sprecherin ist jetzt Prof. Dr. Elke Lütjen-Drecoll, Inhaberin des
Lehrstuhls für Anatomie II. Der SFB wurde insgesamt mit 20 Millionen
Euro gefördert.
An den Forschungen beteiligt sind die Augenklinik des Erlanger
Universitätsklinikums, das Institut für Anatomie II, das Institut für
Biochemie des Emil-Fischer-Zentrums, das Department Biologie, das
Institut für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie,
das Institut für Humangenetik, das Department Informatik sowie das
Institut für Medizininformatik, Biometrie und Epidemiologie.
Die in diesem SFB zusammengeschlossenen Forschergruppen untersuchen die
Entstehung und Entwicklung der chronischen Offenwinkelglaukome, auch
„Grüner Star“ genannt. Im Zentrum des Interesses der Forscher
stehen die Frühdiagnose und Verlaufskontrolle einer Volkskrankheit, die
als Ursache irreversibler Erblindungen in den industrialisierten Ländern
zusammen mit dem Diabetes an erster Stelle steht.
Die Glaukomerkrankungen werden definiert durch den Verlust von
Nervenfasern des Nervus opticus. Die Ursache dieser Veränderungen ist
bis heute nicht bekannt. Durch die Arbeit der Projekte des SFB 539
konnten die klinischen Methoden zur Früherkennung von Schädigungen des
Sehnervs deutlich verbessert werden. Parallel dazu wurden durch
experimentelle, morphologische und molekularbiologische Untersuchungen
Faktoren gefunden, die an der Entstehung
glaukomatöser Schäden im Bereich des hinteren Augenabschnittes
beteiligt sind.
Pressemitteilung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg