DFG-Sonderforschungsbereich "Das aktive Gehört" verlängert

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg : Der Sonderforschungsbereich (SFB) "Das aktive Gehör" wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in den nächsten vier Jahren mit weiteren acht Millionen Euro gefördert. An dem Großprojekt unter der Leitung des Oldenburger Biologen Prof. Dr. Georg Klump sind neben der Universität Oldenburg auch die Universität Magdeburg und das Leibniz Institut für Neurobiologie in Magdeburg beteiligt. "Mit der Verlängerung des SFB wird die hohe Qualität der Forschung im Bereich des Hörens an der Universität Oldenburg durch eine internationale Begutachtung eindrucksvoll bestätigt", erklärte der Vizepräsident für Forschung, Prof. Dr. Hans-Jürgen Appelrath. Exzellente Forschung sei sehr wichtig für das Profil der Universität Oldenburg und damit für ihre Wettbewerbsfähigkeit.

 

Die Forschungen im SFB haben zum Ziel, die Mechanismen der Hörverarbeitung in der Analyse komplexer Reizsituationen aufzuklären. Damit soll möglich werden, das auf Hörgeräte oder Computer zu übertragen, was das menschliche Gehör so einfach erbringt: das selektive Hören der Sprache eines Menschen in einer Gruppe von mehreren sprechenden Menschen.

Die Arbeit hat große Bedeutung in einer Gesellschaft, in der das Hören eine wesentliche Grundlage der sozialen Beziehungen ist und in der immer mehr Menschen mit Störungen des Gehörs werden leben müssen. Hörgeräte könnten viel besser für die Träger funktionieren, wenn sie selektiv nur bestimmte Signale verstärken und für die Wahrnehmung herausheben würden, wie es das gesunde Gehör kann. Daher ist die Erforschung der biologischen und psychoakustischen Eigenschaften des Gehörs durch den Sonderforschungsbereich von großer Bedeutung.

Besondere Bedeutung hat der Sonderforschungsbereich "Das aktive Gehör" auch für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Ein gemeinsames Graduiertenkolleg der Standorte Oldenburg und Magdeburg unter Einbeziehung internationaler Partner wie des "Ear Institute" der University College London, das Angebote für DoktorandInnen des Sonderforschungsbereiches macht, verstärkt die internationale Anbindung der Forschungseinrichtung.

Für die WissenschaftlerInnen erklärte Klump, sie freuten sich sehr über die weitere Förderung, da sie neue Möglichkeiten zu einer Verbesserung der Versorgung älterer Menschen in unserer Gesellschaft eröffne.

Pressemitteilung der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg



© www.hochschulnachrichten.com   Dienstag, 16. Juni 2009 14:48 c.kexel

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